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DVL-Presseservice: Schwerin knackt Münsters Heimserie, Hamburg erobert Rang fünf zurück

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Sie taten alles, um die erste Heimniederlage der Saison abzuwenden. Doch letztlich musste sich der USC Münster im Spitzenspiel gegen Meister Schwerin mit 2:3 (22:25, 17:25, 25:22, 25:20, 8:15) geschlagen geben. Die 2715 Zuschauer in der Halle Berg Fidel sahen in den ersten beiden Sätzen deutlich überlegene Gäste. Hätte der USC im ersten Durchgang beim Stand von 16:24 nicht sechs Satzbälle in Serie abgewehrt, wäre der Auftakt noch klarer ausgefallen. „In den ersten beiden Sätzen hat Schwerin wie aus einem Guss gespielt und das Niveau gezeigt, wo wir gern hinwollen”, sagte Münsters Trainer Axel Büring.



Doch danach stellten die „Unabhängigen” die Partie mit „viel Einsatz und Leidenschaft”, wie Büring bemerkte, auf den Kopf. Erst im Tiebreak präsentierte sich Schwerin vor allem im Aufschlag wieder überlegener und holte sich den Sieg. „Es kann sein, dass wir im dritten und vierten Satz zu viel Energie aufgewendet haben und dann kaputt waren”, analysierte Büring. So verbleiben die Münsteranerinnen auf Rang vier, während die Mecklenburgerinnen den dritten Tabellenplatz sicherten.

Hamburg blockt Suhls Angriff ab, Potsdam vergeigt Hallenpremiere

Auf den Rängen dahinter hat sich VT Aurubis Hamburg Platz fünf zurückerobert. Im direkten Duell gegen Tabellennachbar VfB Suhl gewannen die Elbestädterinnen mit 3:1 (25:18, 21:25, 25:18, 25:23). Im vierten Durchgang lagen die Suhlerinnen bereits mit 23:20 in Führung. Doch die blockstarken Hamburgerinnen um 1,96-Meter-Frau Imke Wedekind holten fünf Punkte in Serie und damit den Sieg. Da nützte auch die One-Woman-Show im Angriff von Suhls Diagonalangreiferin Vendula Merková nichts, die allein 25 Punkte erzielte. Bei den Damen aus Hamburg wurde Libera Julie Jásová zur besten Spielerin der Partie gewählt.

Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. Zu stark für Suhl: Zuspielerin Kim Staelens bringt ihre Angreiferinnen in Stellung.



Von den vier Teams im Tabellenkeller konnte keine Mannschaft punkten. Am dichtesten dran an einem Erfolg waren die Leverkusenerinnen, die sich in einem ihrer besten Saisonspiele dem Köpenicker SC Berlin mit 2:3 (25:23, 15:25, 25:18, 22:25, 10:15) geschlagen geben mussten. „Die Mannschaft hat gut gekämpft und viel besser gespielt als in den letzten Begegnungen“, stellte Coach Zhong Yu Zhou fest. „Leider haben wir im zweiten und im vierten Satz unter unseren Möglichkeiten gespielt und die Chance auf einen vorzeitigen Spielgewinn nicht genutzt. Im fünften Satz siegte dann die Erfahrung der Köpenicker, da können wir uns keinen Vorwurf machen.“ Die Juniorinnen von Schlusslicht Zurich Team VCO Berlin unterlagen Spitzenreiter Rote Raben Vilsbiburg erwartungsgemäß mit 0:3 (17:25, 14:25, 16:25).

Und auch auf den Plätzen elf und zwölf gab es keine Veränderung. Der SC Potsdam konnte den über 2000 Zuschauern im ersten Spiel in der neuen MBS-Arena im Sportpark Luftschiffhafen keinen Erfolg bieten. Gegen den VC Wiesbaden verlor das Team von Trainer Alberto Salomoni ohne die verletzungsbedingt fehlende Außenangreiferin Patricia Grohmann mit 0:3 (22:25, 20:25, 23:25). „Wir konnten nicht ganz das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben”, sagte SC-Geschäftsführer Peter Rieger. „Der nötige Mut hat gefehlt und dann ist unseren jungen Spielerinnen doch etwas das Herz in die Hose gerutscht.”

Stuttgart und Dresden vor Europapokal-Höhepunkten

Zwar einen Satzgewinn, aber erneut keinen Sieg verbuchten die envacom volleys sinsheim. Im Baden-Württemberg-Derby gegen Smart Allianz Stuttgart verloren die Kraichgauerinnen 1:3 (18:25, 14:25, 25:18, 17:25). Sinsheims Trainer Stefan Bräuer sagte enttäuscht: „Wir haben uns nicht an die taktischen Vorgaben gehalten und kamen daher nicht in die Partie.“ Die Defizite seines abstiegsbedrohten Teams machte er vor allem in Annahme und Block aus.

Sein Stuttgarter Kollege Jan Lindenmair zeigte sich zufrieden, „dass wir gezeigt haben, wer die Nummer eins im Ländle ist“. Lediglich im dritten Satz habe seine Mannschaft kurzzeitig die Spannung verloren und sei durch die guten Aufschläge der Sinsheimerinnen unter Druck geraten. Nach der schwachen Phase zum Jahreswechsel kann Stuttgart nach fünf Siegen in Liga und Europapokal hintereinander selbstbewusst in das Viertelfinal-Hinspiel im CEV-Pokal gegen den italienischen Tabellendritten Urbino gehen. Lindenmair bezeichnet das Team aus der Region Marken zwar „als Toptruppe, die in Italien derzeit für Furore sorgt“. Chancenlos sieht er seine Mannschaft am Mittwoch jedoch nicht. „Wir glauben nicht, dass wir klar gewinnen“, sagt Lindenmair. „Wir glauben aber auch nicht, dass wir klar verlieren. Wir wollen versuchen, unsere Chance zu finden und die Italienerinnen unter Druck zu setzen.”

Auch der Dresdner SC ist am Mittwoch auf internationalem Parkett im Einsatz. Nach dem 3:1 (25:20, 25:18, 21:25, 25:15)-Sieg gegen Alemannia Aachen in der Liga wartet am Mittwoch im Achtelfinale der Champions League das russische Topteam Dinamo Kazan. „Wir sind klarer Außenseiter, hoffen aber, Kazan zu Hause ärgern zu können, wenn es uns gelingt, unsere beste Form abzurufen”, sagt Trainer Alexander Waibl.
 
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erstellt am 29.01.2012

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