Betriebsunfall in Satz drei letztlich ohne Folgen
Zum zwölften Mal in Folge verteidigte der VV Grimma seine Tabellenführung in der 2.BL. Am Samstag Abend verfolgten 380 Zuschauer den jederzeit souveränen und hochverdienten 3:1 (25:14; 25:11; 21:25; 25:16) Sieg des gastgebenden VV Grimma gegen den VC Offenburg.
Ein doch sehr überschaubarer Kader des Tabellenführers, nur acht Spielerinnen standen dem Trainerduo Jorge Munari und Ronny Lederer zur Verfügung, gingen vor dem Match zwar mit Optimismus aber auch mit einigen Respekt an die Aufgabe, das Team aus dem Badischen in Schach zu halten.
Der argentinische Cheftrainer führte seinen Schützlingen per Videoanalyse noch mal eindringlich den zähen und hart erkämpften Sieg beim Hinspiel vor Augen.
Doch zumindest in den ersten beiden Sätzen war dieser Respekt absolut unbegründet. Besonders in der Annahme zeigten sich die Damen von Trainerin Tanja Scheuer absolut überfordert. Noch ehe sich der Tabellenneunte so richtig formiert hatte, wurden sie von einem aggressiv aufschlagendem Gastgeberteam förmlich überrollt (16:5)
„Wir hatten schon ein wenig mehr Gegenwehr erwartet und waren überrascht wie einfach und schnell wir zu den Punkten kamen“, beschrieb Mittelblockerin Denis Schmidt die Situation. Der 23 jährigen waren aber oft auch die Schmerzen ins Gesicht geschrieben. Seit einigen Wochen plagt sich die angehende Eventmanagerin mit Knie- und Schulterbeschwerden. „An eine Pause ist jedoch nicht zu denken. Ich werde mich weiterhin voll in den Dienst der Mannschaft stellen, unser Minikader gibt gar keine andere Alternative.“
Für die acht Aufrechten des VVG blieb es in diesem Match weiterhin bei wenig Druck vom Gegner. Quasi nach belieben wirbelten die Angreiferinnen, von Julia Eckelmann taktisch klug und variabel eingesetzt, den Gast durcheinander. So war nicht nur Satz eins eine klare Angelegenheit (25:14), auch Satz zwei glich einer Kopie.
Schnell wurden mit einer Aufschlagserie von Kirsten Finke die Fronten geklärt (8:1).
Sehr zufrieden war Co Trainer Ronny Lederer auch mit der Feldabwehr seines Teams: „Mit Gutem Stellungsspiel, schnellen Reaktionen und mutigem Einsatz haben wir so manch tot geglaubtem Ball zurück gebracht“. Die Flugeinlagen einer Maria Eckelmann oder Carolin Wagner schworen so manchen Extraapplaus des Publikums heraus. Über die Stationen 16:7 und 20:10 war der zweite Satz eine schnelle Beute des VV Grimma.
Das die Offenburgerinnen ihre Zweitligatauglichkeit unter Beweis stellen wollten, zeigte sich im Dritten Satz.
Jetzt zeigte Zuspielerin Ricarda Zorn ihre Fähigkeiten. Insbesondere mit Außenangreiferin und Kapitän Katharina Kurz fand sie eine Abnehmerin Ihrer Pässe, die diese auch etliche Male im Feld des VVG versenken konnte.
Die zuvor schwächelnde Annahme des Offenburger Sextetts war in dieser Phase stabil und so entwickelte sich in diesem dritten Abschnitt ein ausgeglichenes Spiel, allerdings mit einer ständigen Führung für die Scheuer Schützlinge.
Auf Seiten der Grimmaerinnen schlichen sich im Angesicht eines sicher geglaubten Sieges einige Unkonzentriertheiten ein. Die Waffe des Aufschlags blieb stumpf („zu viele Bälle im Netz oder hinter der Grundlinie“, so Co Trainer Lederer), in der Blockarbeit nicht mehr so konsequent und im Angriff fehlte die letzte Entschlossenheit und das Durchsetzungsvermögen.
So kam der VV Grimma nur noch einmal bis auf einen Punkt heran (20:21), ehe Anika Schwager den Deckel zum Satzgewinn für die tapfer kämpfenden Offenburgerinnen zumachte.
Doch trotz des Satzverlustes hatte wohl keiner der Zuschauer Angst, dass der Sieg des VVG in Gefahr geraten könnte.
Kapitän Sandra Peter pushte nach dieser kurzen Schwächephase ihre Mitstreiterinnen nochmals und erinnerte an die eigenen Stärken und Fähigkeiten.
Und sofort zu Beginn des vierten Satzes stellten die „Black Ladys“, in Anlehnung an die Farbe ihrer Trikots, diese unter Beweis.
„Wann immer wir das Tempo anzogen und konzentriert agierten, war Offenburg chancenlos“, so der wieder enorm engagierte Ersatzkapitän.
Die früher noch als das Efant terrible des VVG geltende Außenangreiferin blüht in ihrer Aufgabe als Ersatzkapitän für die weiter ausfallende Kristin Stöckmann weiter auf. „Wir sind sehr stolz, welche postive Entwicklung Sandra in den letzten Wochen genommen hat. Sie ist nicht nur auf dem Parkett zur Führungsspielerin gereift“!, so ein fast überschwänglich wirkender Teammanager Frank Geißler.
So nahm das Ende des Matches einen schnellen Verlauf. Alle Angreiferinnen beteiligten sich relativ gleichmäßig am fleißigen Punkte sammeln. Der Vorsprung blieb von Anfang an konstant bzw. wurde noch ausgebaut; (3:0; 8:3; 16:9; 20:13,)
Letztlich sprachen 89 Minuten Matchdauer eine klare Sprache über das Kräfteverhältnis an diesem Abend zugunsten des Heimteams.
Nach Ende des Spiels zeigte Gästetrainerin Tanja Scheuer noch eine große Geste und bezeichnete die Ballkinder des VV Grimma als die schnellsten und besten der Liga. Ein tolles Kompliment für die jungen Nachwuchssportler des Vereins, die anscheinend ihren Vorbildern gerade an diesem Abend nicht nachstehen wollten.
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Der argentinische Cheftrainer führte seinen Schützlingen per Videoanalyse noch mal eindringlich den zähen und hart erkämpften Sieg beim Hinspiel vor Augen.
Doch zumindest in den ersten beiden Sätzen war dieser Respekt absolut unbegründet. Besonders in der Annahme zeigten sich die Damen von Trainerin Tanja Scheuer absolut überfordert. Noch ehe sich der Tabellenneunte so richtig formiert hatte, wurden sie von einem aggressiv aufschlagendem Gastgeberteam förmlich überrollt (16:5)
„Wir hatten schon ein wenig mehr Gegenwehr erwartet und waren überrascht wie einfach und schnell wir zu den Punkten kamen“, beschrieb Mittelblockerin Denis Schmidt die Situation. Der 23 jährigen waren aber oft auch die Schmerzen ins Gesicht geschrieben. Seit einigen Wochen plagt sich die angehende Eventmanagerin mit Knie- und Schulterbeschwerden. „An eine Pause ist jedoch nicht zu denken. Ich werde mich weiterhin voll in den Dienst der Mannschaft stellen, unser Minikader gibt gar keine andere Alternative.“
Für die acht Aufrechten des VVG blieb es in diesem Match weiterhin bei wenig Druck vom Gegner. Quasi nach belieben wirbelten die Angreiferinnen, von Julia Eckelmann taktisch klug und variabel eingesetzt, den Gast durcheinander. So war nicht nur Satz eins eine klare Angelegenheit (25:14), auch Satz zwei glich einer Kopie.
Schnell wurden mit einer Aufschlagserie von Kirsten Finke die Fronten geklärt (8:1).
Sehr zufrieden war Co Trainer Ronny Lederer auch mit der Feldabwehr seines Teams: „Mit Gutem Stellungsspiel, schnellen Reaktionen und mutigem Einsatz haben wir so manch tot geglaubtem Ball zurück gebracht“. Die Flugeinlagen einer Maria Eckelmann oder Carolin Wagner schworen so manchen Extraapplaus des Publikums heraus. Über die Stationen 16:7 und 20:10 war der zweite Satz eine schnelle Beute des VV Grimma.
Das die Offenburgerinnen ihre Zweitligatauglichkeit unter Beweis stellen wollten, zeigte sich im Dritten Satz.
Jetzt zeigte Zuspielerin Ricarda Zorn ihre Fähigkeiten. Insbesondere mit Außenangreiferin und Kapitän Katharina Kurz fand sie eine Abnehmerin Ihrer Pässe, die diese auch etliche Male im Feld des VVG versenken konnte.
Die zuvor schwächelnde Annahme des Offenburger Sextetts war in dieser Phase stabil und so entwickelte sich in diesem dritten Abschnitt ein ausgeglichenes Spiel, allerdings mit einer ständigen Führung für die Scheuer Schützlinge.
Auf Seiten der Grimmaerinnen schlichen sich im Angesicht eines sicher geglaubten Sieges einige Unkonzentriertheiten ein. Die Waffe des Aufschlags blieb stumpf („zu viele Bälle im Netz oder hinter der Grundlinie“, so Co Trainer Lederer), in der Blockarbeit nicht mehr so konsequent und im Angriff fehlte die letzte Entschlossenheit und das Durchsetzungsvermögen.
So kam der VV Grimma nur noch einmal bis auf einen Punkt heran (20:21), ehe Anika Schwager den Deckel zum Satzgewinn für die tapfer kämpfenden Offenburgerinnen zumachte.
Doch trotz des Satzverlustes hatte wohl keiner der Zuschauer Angst, dass der Sieg des VVG in Gefahr geraten könnte.
Kapitän Sandra Peter pushte nach dieser kurzen Schwächephase ihre Mitstreiterinnen nochmals und erinnerte an die eigenen Stärken und Fähigkeiten.
Und sofort zu Beginn des vierten Satzes stellten die „Black Ladys“, in Anlehnung an die Farbe ihrer Trikots, diese unter Beweis.
„Wann immer wir das Tempo anzogen und konzentriert agierten, war Offenburg chancenlos“, so der wieder enorm engagierte Ersatzkapitän.
Die früher noch als das Efant terrible des VVG geltende Außenangreiferin blüht in ihrer Aufgabe als Ersatzkapitän für die weiter ausfallende Kristin Stöckmann weiter auf. „Wir sind sehr stolz, welche postive Entwicklung Sandra in den letzten Wochen genommen hat. Sie ist nicht nur auf dem Parkett zur Führungsspielerin gereift“!, so ein fast überschwänglich wirkender Teammanager Frank Geißler.
So nahm das Ende des Matches einen schnellen Verlauf. Alle Angreiferinnen beteiligten sich relativ gleichmäßig am fleißigen Punkte sammeln. Der Vorsprung blieb von Anfang an konstant bzw. wurde noch ausgebaut; (3:0; 8:3; 16:9; 20:13,)
Letztlich sprachen 89 Minuten Matchdauer eine klare Sprache über das Kräfteverhältnis an diesem Abend zugunsten des Heimteams.
Nach Ende des Spiels zeigte Gästetrainerin Tanja Scheuer noch eine große Geste und bezeichnete die Ballkinder des VV Grimma als die schnellsten und besten der Liga. Ein tolles Kompliment für die jungen Nachwuchssportler des Vereins, die anscheinend ihren Vorbildern gerade an diesem Abend nicht nachstehen wollten.
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