Mit dem Shuttlebus zum Erstligisten VC Gotha
Thüringen mausert sich zu einer Hochburg in der Deutschen Volleyball-Liga (DVL). Erstmals schaffte mit dem VC Gotha auch eine Männermannschaft den Sprung in die höchste Spielklasse und komplettiert das Trio um die Frauen-Bundesligisten VfB Suhl und SWE Volley-Team.
Für den VC Gotha bedeutet der Aufstieg in die Eliteliga zugleich den Abschied von der angestammten Ernestiner Sporthalle, deren Deckenhöhe und Zuschauerkapazitäten nicht den Anforderungen der 1. Bundesliga entsprechen. Bis die neue Veranstaltungshalle in Gotha steht, weicht der Verein in die Goldberghalle nach Ohrdruf aus. Seine begeisterungsfähigen Fans wird der VC mit einem Shuttlebus in die rund 15 Kilometer entfernte Nachbargemeinde zu den Heimspielen fahren. „Wir brauchen die zahlreiche und lautstarke Unterstützung unserer Fans, um den Klassenerhalt zu schaffen”, weiß Manager Torsten Barth.
Die Volleyballer vom VC Gotha hoffen auch in der neuen Spielhalle auf die zahlreiche und lautstarke Unterstützung ihrer Fans. /Foto: VC Gotha
Für die sportlichen Herausforderungen in der 1. Liga setzt Gothas Trainer Jörg Schulz auf einen Kader mit professionellen Spielern. Er ist in den letzten Monaten viel gereist, hat Zeit und Arbeit investiert und etliche Gespräche geführt. Bisher hat Schulz, der seit 2004 Cheftrainer ist, bereits fünf neue Spieler verpflichtet. Die Verpflichtung eines weiteren Zuspielers steht kurz vor dem Abschluss. Lediglich die Position eines Außenangreifers ist noch vakant. Diese könne sowohl durch einen Spieler aus dem Aufstiegskader als auch durch einen Neuzugang besetzt werden. „Aber wir nehmen uns Zeit, um die richtige Wahl zu treffen. Es ist gut möglich, dass wir uns erst nach dem offiziellen Trainingsbeginn entscheiden”, sagt Schulz.
Aus dem Meisterteam übernimmt der 48-jährige bis jetzt fünf Spieler. Auch wenn Schulz gern noch mehr Spieler mit ins Oberhaus genommen hätte, weiß er doch, dass es ein „riesiger Sprung” von der 2. Bundesliga zur höchsten Spielklasse ist. „Diesen Anforderungen muss man Rechnung tragen. Schließlich wollen wir keine Fahrstuhlmannschaft sein. Ohne Professionalisierung ist diese Spielklasse nicht zu halten.“ Der aktuelle Spielerkader besteht aus acht Profis und zwei Studenten. „Diese beiden werden ihr Studienpensum deutlich herunterfahren, um sich voll und ganz auf das Projekt 1. Bundesliga zu konzentrieren”, sagt Schulz.
Am 2. August beginnt für die Mannschaft die Saisonvorbereitung: zehn bis elf Trainingseinheiten pro Woche sind angesetzt. Allein vier Einheiten werden für das Krafttraining genutzt. Doch Balltraining und Athletik sind nicht alles. „Es gilt, die verschiedensten Charaktere, Nationalitäten und Auffassungen von Volleyball in Einklang zu bringen”, sagt Schulz. Über den späten Saisonstart ist er froh. „Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns und die zusätzliche Vorbereitungszeit kommt da sehr gelegen.“
Der Gothaer Trainer ist mit dem Stand der Dinge sehr zufrieden, „obwohl wir bei der Spielerauswahl immer auf das Budget achten mussten”: Ich schätze unsere Chancen für den Klassenerhalt positiv ein. Wir haben einen wettkampffähigen Kader, absolut erstligataugliche Fans und ein professionelles Umfeld.”
Momentan gründet das Management des VC Gotha eine Volleyball GmbH. Rüdiger Hein, Sprecher der 1. Bundesliga Männer und Vorstandsmitglied der DVL, begrüßt diesen Weg: „Der Verein verfügt bereits über sehr gute ehrenamtliche Strukturen, eine vorbildliche Nachwuchsarbeit, eine starke regionale Verankerung und breite Unterstützung bei Politik und Wirtschaft. Die Gründung der GmbH ist ein konsequenter Schritt zur Professionalisierung der Bundesligamannschaft. Gotha ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung der Liga.”
Der Spielplan beschert den Männern aus der Residenzstadt gleich zum Auftakt einen Traumgegner. Am 27. Oktober kommt mit dem VfB Friedrichshafen der Deutsche Meister zum Aufsteiger. Barth hofft auf ein ausverkauftes Haus und die Akzeptanz der neuen Spielstätte durch die Fans – Anreise im Shuttlebus inklusive.
Steckbrief des VC Gotha
Trainer Jörg Schulz, geboren am 15.02.1962, ist seit 2004 Cheftrainer beim VC Gotha.
Zugänge:
L Isaac Kneubuhl - VCA Hypo Niederösterreich (AUT)
D Bojan Gluvajic - VC Spergau-Bad Dürrenberg
AA Ariel Hilman - Maccabi Tel Aviv (Israel)
Z Maris Vensbergs - VK Ventspils (LV)
MB Nikola Poluga - Partizan Belgrad (SRB)
weiterhin im Kader:
D Marcel Herrmann
MB Sven Kellermann
AA Paul Lohrisch
AA Evgeny Metelski
MB Lukas Gudas
Abgänge:
Lubomir Chladek - Karriereende
Philipp Bauer - Ohrdrufer SV
Marko Henke - VSG Coburg/Grub
Enrico Protze - VC Gotha II
Die Volleyballer vom VC Gotha hoffen auch in der neuen Spielhalle auf die zahlreiche und lautstarke Unterstützung ihrer Fans. /Foto: VC Gotha
Für die sportlichen Herausforderungen in der 1. Liga setzt Gothas Trainer Jörg Schulz auf einen Kader mit professionellen Spielern. Er ist in den letzten Monaten viel gereist, hat Zeit und Arbeit investiert und etliche Gespräche geführt. Bisher hat Schulz, der seit 2004 Cheftrainer ist, bereits fünf neue Spieler verpflichtet. Die Verpflichtung eines weiteren Zuspielers steht kurz vor dem Abschluss. Lediglich die Position eines Außenangreifers ist noch vakant. Diese könne sowohl durch einen Spieler aus dem Aufstiegskader als auch durch einen Neuzugang besetzt werden. „Aber wir nehmen uns Zeit, um die richtige Wahl zu treffen. Es ist gut möglich, dass wir uns erst nach dem offiziellen Trainingsbeginn entscheiden”, sagt Schulz.
Aus dem Meisterteam übernimmt der 48-jährige bis jetzt fünf Spieler. Auch wenn Schulz gern noch mehr Spieler mit ins Oberhaus genommen hätte, weiß er doch, dass es ein „riesiger Sprung” von der 2. Bundesliga zur höchsten Spielklasse ist. „Diesen Anforderungen muss man Rechnung tragen. Schließlich wollen wir keine Fahrstuhlmannschaft sein. Ohne Professionalisierung ist diese Spielklasse nicht zu halten.“ Der aktuelle Spielerkader besteht aus acht Profis und zwei Studenten. „Diese beiden werden ihr Studienpensum deutlich herunterfahren, um sich voll und ganz auf das Projekt 1. Bundesliga zu konzentrieren”, sagt Schulz.
Am 2. August beginnt für die Mannschaft die Saisonvorbereitung: zehn bis elf Trainingseinheiten pro Woche sind angesetzt. Allein vier Einheiten werden für das Krafttraining genutzt. Doch Balltraining und Athletik sind nicht alles. „Es gilt, die verschiedensten Charaktere, Nationalitäten und Auffassungen von Volleyball in Einklang zu bringen”, sagt Schulz. Über den späten Saisonstart ist er froh. „Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns und die zusätzliche Vorbereitungszeit kommt da sehr gelegen.“
Der Gothaer Trainer ist mit dem Stand der Dinge sehr zufrieden, „obwohl wir bei der Spielerauswahl immer auf das Budget achten mussten”: Ich schätze unsere Chancen für den Klassenerhalt positiv ein. Wir haben einen wettkampffähigen Kader, absolut erstligataugliche Fans und ein professionelles Umfeld.”
Momentan gründet das Management des VC Gotha eine Volleyball GmbH. Rüdiger Hein, Sprecher der 1. Bundesliga Männer und Vorstandsmitglied der DVL, begrüßt diesen Weg: „Der Verein verfügt bereits über sehr gute ehrenamtliche Strukturen, eine vorbildliche Nachwuchsarbeit, eine starke regionale Verankerung und breite Unterstützung bei Politik und Wirtschaft. Die Gründung der GmbH ist ein konsequenter Schritt zur Professionalisierung der Bundesligamannschaft. Gotha ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung der Liga.”
Der Spielplan beschert den Männern aus der Residenzstadt gleich zum Auftakt einen Traumgegner. Am 27. Oktober kommt mit dem VfB Friedrichshafen der Deutsche Meister zum Aufsteiger. Barth hofft auf ein ausverkauftes Haus und die Akzeptanz der neuen Spielstätte durch die Fans – Anreise im Shuttlebus inklusive.
Steckbrief des VC Gotha
Trainer Jörg Schulz, geboren am 15.02.1962, ist seit 2004 Cheftrainer beim VC Gotha.
Zugänge:
L Isaac Kneubuhl - VCA Hypo Niederösterreich (AUT)
D Bojan Gluvajic - VC Spergau-Bad Dürrenberg
AA Ariel Hilman - Maccabi Tel Aviv (Israel)
Z Maris Vensbergs - VK Ventspils (LV)
MB Nikola Poluga - Partizan Belgrad (SRB)
weiterhin im Kader:
D Marcel Herrmann
MB Sven Kellermann
AA Paul Lohrisch
AA Evgeny Metelski
MB Lukas Gudas
Abgänge:
Lubomir Chladek - Karriereende
Philipp Bauer - Ohrdrufer SV
Marko Henke - VSG Coburg/Grub
Enrico Protze - VC Gotha II






