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Gelingt Wuppertal TITANS weiterhin Spiel in der deutschen Eliteklasse?

Aufsteiger überträgt durch sportliche Kooperation Bundesligaspielrecht

Wuppertal/Leverkusen. Kurz vor dem letzten Heimspiel der Wuppertal TITANS am 10. April können die Volleyballer aus dem Tal ihre Anhänger und Fans überraschen: Voraussichtlich wird in Wuppertal weiter 1. Liga gespielt werden. „Es wurden mit den Verantwortlichen des TSV Bayer 04 Leverkusen Gespräche aufgenommen, als sich abzeichnete, dass wir es sportlich in dieser Saison insbesondere aufgrund der extrem schlechten Rückrunde nicht schaffen würden, die Eliteliga zu halten.“, so Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS. Ziel der Gespräche war eine mögliche Kooperation mit dem Aufstiegskandidaten Leverkusen. „Wir haben eine sportlich zukunftsweisende und prägende Grundidee aufgegriffen und gemeinsam mit den Leverkusener Sportlern überlegt, wie wir für alle eine Win-Win-Situation schaffen können.“, so Westhoff weiter.




„Wir freuen uns sehr über diese Lösung“, sagt Egon Baumgarten, Volleyball-Abteilungsleiter des TSV Bayer 04 Leverkusen. „Sie eröffnet Chancen für alle Beteiligten.“

Für Helmut Weissenbach, Trainer des Leverkusener Zweitligateams und federführender Verhandlungspartner der TITANS, zählt insbesondere die Möglichkeit, dass mehr Spieler besser gefördert werden können. „Wir können jetzt gemeinsam Spieler bis in die erste Liga ausbilden und neues Potenzial neben unserem Beachvolleyballer-Netzwerk in und für die zweite Liga entwickeln.“, so Weissenbach. „Die neue konzeptionelle Ausrichtung passt einfach in unser männliches Gesamtkonzept der dualen Ausrichtung von Beach- und Hallenvolleyball auf höchstem Niveau. Wir denken in Partnerschaften und bündeln unsere Kräfte und Ressourcen. Wuppertal und Leverkusen haben im männlichen Bereich, schon aus der Historie heraus betrachtet, immer einen sehr guten Namen in der Volleyballszene gehabt.“ Der zentrale Standort beider Vereine sei nahezu ideal. „Wir bieten unseren Fans in Leverkusen weiterhin Beachvolleyball-Stars und attraktiven Hallensport auf hohem Niveau, haben aber auch die Möglichkeit die Entwicklung unserer hoffnungsvollen Talente in nächster Umgebung in Wuppertal in der Bundesliga zu verfolgen.“ Gemeinsame Veranstaltungen seien durchaus vorstellbar und für das Image der Sportart Volleyball in der Region zwischen Wuppertal und Leverkusen prädestiniert. Weissenbach: „Dieses Modell eines hochklassigen Unterbaus ist in der Bundesliga gängig. Mit Thorsten Westhoff und den Wuppertal Titans haben wir einen strategischen Partner gefunden, der sehr viel Enthusiasmus für den hochklassigen Volleyballsport mitbringt. Die Sportart Volleyball braucht auf dem Spielfeld und im Umfeld Personen, die eine Sportart verkörpern. Deshalb sind die Gespräche von Anfang an sehr konstruktiv verlaufen.“

Folglich sei man auch zu dem Ergebnis gekommen, dass die gesicherte Finanzsituation in Wuppertal sowie die fast zwanzigjährige Erstligaerfahrung genutzt und erhalten werden soll.

Dass diese Idee Früchte trägt und funktioniert, sehe man insbesondere an der Dauer der ersten Liga für Wuppertal. „Es lag also nach der Analyse der Gesamtsituation nahe, dass die Wuppertal TITANS auf einen Erstligaantrag verzichten, während der TSV diesen stellt. Die konsequente Fortführung des sportlichen Gesamtansatzes bedeutet aber auch, dass wir in enger Absprache mit dem TSV den Antrag auf Übertragung der Spielrechte stellen.“, so Westhoff. „Die Übertragung muss selbst-verständlich von der Liga genehmigt werden, nachdem das wirtschaftliche Lizenzierungsverfahren abgeschlossen ist. Wir sind aber optimistisch, alle Anforderungen zu erfüllen und damit die notwendige Grundlage für eine positive Entscheidung zu bieten.“, so Westhoff weiter.

Mit diesem neuen Lösungsansatz sei die angestrebte Win-Win-Situation geschaffen. „Gewinn ist, dass es weiter Erstligasport aus Wuppertal gibt und sich hier eine Mannschaft neu strukturieren kann. Weiterhin ist klar, dass der TSV Bayer 04 Leverkusen mit der Spielrechtsübertragung nicht in die finanzielle Drucksituation kommen kann, wie sie sich in Wuppertal 2008 mit dem Ausstieg des damaligen Hauptsponsors aus dem Erstligavolleyball gestellt hat. Und schließlich greifen wir mit unserem Konzept die nachhaltig erfolgreiche Gesamtstrategie auf und setzen gezielt auf die Förderung und stetige Neuentdeckung von Talenten aus unserer Region.“, so Westhoff abschließend erläuternd für die Zukunftsorientierung der Vereinbarungen.

Entsprechende Anträge und Eingaben sind bei der Liga gemacht. Weitere Formalia, wie etwa eine erweiterte Namensgebung sowie Teamzusammensetzungen werden in den kommenden Wochen entwickelt.

Für Interviewanfragen sowie weitergehende Informationen stehen Ihnen die Pressesprecher des jeweiligen Vereins zur Verfügung.

Nina Lemmerz-Sickert
Pressesprecherin
 
Nina Lemmerz-Sickert
http://www.volleyball-bundesliga.de
erstellt am 10.04.2010

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