• „Es ist wichtig, sich sein eigenes Bild zu machen“
    VBL-News
    Dirk Westphal im Interview über polnische Fankultur, iranische Begrüßungsrituale und seine Rückkehr in die Volleyball-Bundesliga.

    Dirk Westphal im Interview über polnische Fankultur, iranische Begrüßungsrituale und seine Rückkehr in die Volleyball-Bundesliga.  

    Auf einen Kaffee im VBL-Center: Dirk Westphal erzählt von seiner Reise durch die Volleyball-Welt

    VBL: Vor neun Jahren bist Du aus Berlin weggegangen, jetzt kehrst Du in Deine Heimat zurück. Was waren damals Deine Beweggründe, ins Ausland zu gehen? 

    Dirk Westphal: In der Saison 2008/2009 ist beim SCC Berlin, bei dem ich damals gespielt habe, viel passiert. Mit dem Umzug in die Max-Schmeling-Halle hat sich eine total neue Volleyballwelt aufgetan. Es war eine Umbruchzeit und ich war 23 Jahre alt. Ich wollte raus in die Welt, sehen, wie andere Nationen Volleyball spielen, wo die Unterschiede liegen. In Russland wird härter gespielt als in Deutschland. Andere Ligen – wie etwa Frankreich – haben einen technischeren Ansatz. Das wollte ich erleben. Und es hat mich gereizt, andere Menschen und Kulturen kennenzulernen.  

    Du hast in Italien, Belgien, Polen, Frankreich und im Iran gespielt. Bleiben wir mal bei den europäischen Stationen. Was sind die größten Unterschiede in den Ligen?

    In Polen genießt Volleyball eine andere Wertschätzung als hier in Deutschland. Nach den Problemen mit Fußball-Hooligans in den 1990er Jahren, hat der polnische Staat Volleyball gefördert, um ein Gegengewicht zum Fußball zu etablieren. Im Supermarkt findet man die Konterfeis der Spieler auf verschiedenen Produkten, selbst auf der Zapfsäule an der Tankstelle hängt Volleyball-Werbung. Und diesen Stellenwert merkt man auch in der Halle. Die Fankultur ist deutlich ausgeprägter, die Fans gehen richtig ab. Viele Menschen geben eine Menge Geld aus, um ihre Mannschaft auch bei Auswärtsfahrten zu begleiten. Diese Wertschätzung hat mir persönlich sehr viel gegeben.    

    Hältst Du eine staatliche Förderung wie in Polen auch in Deutschland für denkbar? 

    Ich weiß es nicht. Letztlich betrifft das Problem der wenigen medialen Aufmerksamkeit nicht nur den Volleyballsport. Wir haben hierzulande viele Leichtathleten, die nicht die Wertschätzung erfahren, die sie verdient hätten. Es gibt mehr als nur Fußball. Aber diese Vielfältigkeit wird nicht genügend abgebildet. Das ist ein großes Problem, das wir in Deutschland angehen müssen. Wir haben mit Eurosport und Sport1 zwei private Sender, die probieren, diese Vielfalt zu zeigen. In anderen Ländern gibt es einen öffentlich-rechtlichen Sender, der sich rund um die Uhr nur mit Sport beschäftigt. Das war in Belgien so, in Polen und Italien. Wir haben die Sportschau, aber das ist zu wenig, um die Schönheit der Sportlandschaft darzustellen. 

    Vor zwei Jahren sah es so aus, als würdest Du nach Berlin zurückkommen. Was hat Dich damals dazu bewogen, wieder in die Heimat zu ziehen? 

    Ich bin 2012 Vater geworden. Wir erziehen unseren Sohn bilingual, aber eine dritte Sprache wollten wir ihm nicht zumuten. Da gab es auch die ersten Irritationen, etwa im polnischen Kindergarten. Da haben die Kinder immer „Papa“ gerufen. Und mein Sohn dachte, ich würde ihn abholen und hat nach mir gesucht. Das Wort bedeutet im Polnischen so etwas wie ‚Auf Wiedersehen‘. Es war also klar eine Entscheidung für die Familie, wieder zurück nach Berlin zu gehen. Die Netzhoppers haben mir damals die Chance gegeben, die Saisonvorbereitung mitzumachen. Aber es war auch klar: Wenn ein interessantes Angebot kommt, könnte ich aus dem Vertrag mit den Netzhoppers wieder rauskommen. Das interessante Angebot kam aus dem Iran. 

    Wie bahnt sich ein solcher Transfer an? 

    Tatsächlich über Facebook. Ich bekam eine Freundschaftsanfrage von einem iranischen Agenten. Eigentlich interessieren sich die Iraner nicht sonderlich für den Volleyballsport in Europa. Aber die Bronzemedaille mit der Nationalmannschaft bei der WM 2014 ist einigen wohl doch in Erinnerung geblieben. Nach dem ersten Kontakt kamen direkt weitere Agenten aus dem Iran auf mich zu. Mir wurde das suspekt, weil ich das unprofessionell fand. Es wurde ein Vierecks-Spiel zwischen mir, meinem Agenten, dem Verein und deren Agenten. Als es dann konkret um das Gehalt ging, wurde es richtig wild. Ich dachte schon, dass der Deal platzt, aber schließlich kam ein weiterer Agent ins Spiel – der dann auch nachweisen konnte, dass er tatsächlich für den Verein arbeitet. Am Ende ging es ganz fix und wir hatten uns innerhalb von zwei Tagen geeinigt. 

    Wie war Dein Bild vom Iran, bevor Du gewechselt bist?

    Ich hatte Bedenken, ob ich das Angebot annehmen sollte. Für mich war der Iran aus der Ferne ein verbrecherischer Schurkenstaat, in dem fanatische Leute den Gottesstaat preisen und man immer ganz vorsichtig sein muss, was man macht und wie man sich bewegt. Zum Glück hatte ich einen Freund, der von Berlin bis nach Neu Dehli gefahren ist und den Iran einmal komplett durchquert hat. Er hat mein Bild vom Land revidiert, mir von der enormen Gastfreundschaft erzählt. Er war mit einem alten VW-Bulli unterwegs. Und jedes Mal, wenn er eine Panne hatte, wurde ihm sofort geholfen. Wenn eine Reparatur mal länger gedauert hat, wurde er direkt eingeladen, mit der Familie zu essen und dort zu übernachten. Alles ohne Gegenleistung. Diese Gastfreundschaft und Herzlichkeit habe ich dann später selbst erlebt. Aber klar, es gibt natürlich auch die Fanatiker und kulturellen Prägungen, die für uns unverständlich sind. Als ich das erste Mal nach Täbris geflogen bin, hat mich der Teammanager um Mitternacht vom Flughafen abgeholt. Das war dann ganz klassisch: Wir Männer vorne, die Frau vom Teammanager ‚im respektvollen Abstand‘, wie man dort sagt. Aber sobald wir im Auto saßen, drehte sich das Bild ins Gegenteil: Die Frau hat sofort das Steuer übernommen, dem Mann das Navigationsgerät aus der Hand genommen und ihm ausführlich erklärt, warum er das nicht bedienen könne. Es war echt interessant zu sehen, wie sich das Frau-Mann-Verhältnis verändert, sobald man im privaten Raum ist. 
     

    In Deutschland dürfte Irans Hauptstadt Teheran vielen ein Begriff sein. Aber wie dürfen wir uns Täbris vorstellen? 

    Man muss im Iran stark zwischen dem städtischen und ländlichen Raum unterscheiden. Ich hatte das Glück mit Täbris in einer Stadt zu wohnen, die fast zwei Millionen Einwohner hat, die eher türkisch geprägt ist. Die Leute sind weltoffen und wissbegierig – das ist nicht anders als in Teheran. Was ich überhaupt nicht erwartet hätte: Dass man an öffentlichen Plätzen, etwa in einem großen Einkaufszentrum, offensiv von Frauen angeflirtet und nach der Telefonnummer gefragt wird. Generell tragen die Frauen ihre Hijab häufig im Nacken. Und Vollverschleierte sieht man fast gar nicht. Aber es gibt durchaus Unterschiede. Gerade die Älteren sind noch sehr konservativ. Wobei auch da vieles mit Humor genommen wird. Es gab mal eine Szene, als ich die Eltern eines iranischen Mitspielers kennengelernt habe. Ich habe der Mutter direkt meine Hand ausgestreckt. Damit wusste sie überhaupt nicht umzugehen. Mein Mitspieler und sein Vater haben sich kaputt gelacht, als sie mir letztlich ihren Ellbogen hingehalten hat. 

    Welchen Stellenwert hat Volleyball im Iran?

    Das ist vergleichbar mit Polen. Die Hallen sind im Durchschnitt mit 6000 Zuschauern jedes Mal voll. Die Fankultur ist härter als in Deutschland – es sind ja auch ausschließlich Männer vor Ort. Wenn man verliert, fliegen Münzen oder Sonnenblumenkerne von der Tribüne. Der Sport ist im Iran ein Ventil. Und wenn der große Deutsche den Ball nicht auf den Boden bringt, wirft man halt was. 

    Wie unterscheiden sich das Spiel und die Trainingsphilosophie im Gegensatz zum deutschen Volleyball? 

    Im taktisch-strategischen Bereich haben wir sehr wenig gearbeitet. Auch die Feldorganisation war anarchisch. Das Credo war: hoch springen, hart schlagen, möglichst auf die gegnerischen Finger und zu Allah beten, dass der Ball dann von dort ins Aus fliegt. Ableger sind verpönt. Wenn ich im Training mal einen gemacht habe oder auch nur einen leichten Schlag, hat mich der Zuspieler direkt gefragt, ob er etwas falsch gemacht hätte. Ich habe dann versucht, zu erklären, dass es Situationen gibt, in denen es besser ist, nicht hart zu schlagen. Aber das war ein Kampf gegen Windmühlen. Ich habe mich dann angepasst. Auch weil die Trainer schnell böse werden, wenn man trotzdem seinen Spielstil durchzieht. Ich glaube auch, dass die vorher nie ein Spiel von mir gesehen haben. Die haben gedacht: Da kommt ein 2,03-Meter-Mann, der 100 Kilogramm auf die Waage bringt – der muss hart angreifen können. Aber rausgeschmissen haben sie mich nicht, also waren sie am Ende wohl doch ganz zufrieden.

    Inwiefern hat Dich die Zeit im Iran geprägt?

    Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, sich sein eigenes Bild zu machen. Es ist natürlich nicht immer möglich, sich jeden Ort auf der Welt persönlich anzuschauen. Aber dann sollte man in seiner Meinungsbildung zurückhaltender sein. Nach fünf Monaten im Iran kann ich behaupten, ein ganz gutes Bild von Land und Leuten bekommen zu haben. Und die meisten Menschen sind uns in ihrer kulturellen Prägung und in Sachen Weltanschauung deutlich näher, als viele in Deutschland glauben. Diese Erfahrung lässt heute einen anderen Dirk Westphal hier sitzen als noch vor einem Jahr.
     

    19.07.2018 17:36
  • Die Sendetermine der SPORT1-Free-TV-Übertragungen stehen fest
    VBL | Pressemitteilungen
    Aktuell befindet sich die Volleyball Bundesliga (VBL) zwar noch in der Sommerpause, trotzdem gibt es für Volleyballfans einen Grund zur (Vor-)Freude: Die Sendezeiten für die Liveübertragungen der VBL auf SPORT1 stehen fest. Und die Zuschauer dürfen sich auf einige Highlights freuen.

    Aktuell befindet sich die Volleyball Bundesliga (VBL) zwar noch in der Sommerpause, trotzdem gibt es für Volleyballfans einen Grund zur (Vor-)Freude: Die Sendezeiten für die Liveübertragungen der VBL auf SPORT1 stehen fest. Und die Zuschauer dürfen sich auf einige Highlights freuen.


    Die Sendetermine der SPORT1-Free-TV-Übertragungen stehen fest (Foto: Nils Wüchner).

    Sendetermin der Frauen wird in der Regel Mittwochabend sein, bei den Männern Donnerstagabend. Den Auftakt der neuen Saison bildet das Spitzenspiel der 1. Volleyball Bundesliga der Männer am 18. Oktober zwischen Berlin Recycling Volleys und SWD powervolleys Düren. Das erste Spiel der Frauen zeigt SPORT1 am Mittwoch, den 31. Oktober, mit der Begegnung VC Wiesbaden gegen SC Potsdam.

    Die Sendezeiten für die Volleyball Bundesliga der Frauen im Free-TV auf SPORT1:

    1. Spieltag Mittwoch, 31.10.2018 19:00 Uhr live VC Wiesbaden - SC Potsdam
    2. Spieltag Mittwoch, 07.11.2018 18:20 Uhr live SSC Palmberg Schwerin - USC Münster
    4. Spieltag Mittwoch, 14.11.2018 18:20 Uhr live SSC Palmberg Schwerin - Ladies in Black Aachen
    4. Spieltag Mittwoch, 21.11.2018 19:00 Uhr live

    Dresdner SC - Rote Raben Vilsbiburg

    5. Spieltag Samstag, 01.12.2018 17:20 Uhr live Dresdner SC - SSC Palmberg Schwerin
    6. Spieltag Mittwoch, 05.12.2018 19:00 Uhr live SSC Palmberg Schwerin - Rote Raben Vilsbiburg
    7. Spieltag Samstag, 15.12.2018 18:30 Uhr live Dresdner SC - SC Potsdam
    8. Spieltag Samstag, 22.12.2018 18:00 Uhr live Allianz MTV Stuttgart - Dresdner SC
    9. Spieltag Mittwoch, 26.12.2018 19:20 Uhr live SSC Palmberg Schwerin - Allianz MTV Stuttgart
    10. Spieltag Mittwoch, 09.01.2019 19:00 Uhr live VC Wiesbaden - SSC Palmberg Schwerin
    11. Spieltag Mittwoch, 16.01.2019 19:00 Uhr live SC Potsdam - Allianz MTV Stuttgart 
    12. Spieltag Sonntag, 20.01.2019 19:05 Uhr live Allianz MTV Stuttgart - Rote Raben Vilsbiburg
    13. Spieltag Sonntag, 27.01.2019 19:05 Uhr live VC Wiesbaden - Allianz MTV Stuttgart
    14. Spieltag Mittwoch, 30.01.2019 19:00 Uhr live Dresdner SC - Ladies in Black Aachen
    14. Spieltag Mittwoch, 06.02.2019 19:00 Uhr live VC Wiesbaden - Rote Raben Vilsbiburg
    16. Spieltag Mittwoch, 13.02.2019 19:00 Uhr live SSC Palmberg Schwerin - Dresdner SC
    17. Spieltag Mittwoch, 20.02.2019 19:00 Uhr live Dresdner SC - VfB Suhl
    18. Spieltag Mittwoch, 27.02.2019 19:00 Uhr live SC Potsdam - Dresdner SC
    19. Spieltag Donnerstag, 07.03.2019 18:30 Uhr live Dresdner SC - Allianz MTV Stuttgart
    20. Spieltag Donnerstag, 14.03.2019 19:00 Uhr live Allianz MTV Stuttgart - SSC Palmberg Schwerin
    21. Spieltag Donnerstag, 21.03.2019 18:30 Uhr live SSC Palmberg Schwerin - VC Wiesbaden
    22. Spieltag Samstag, 23.03.2019 18:20 Uhr live Allianz MTV Stuttgart - SC Potsdam

    Die Sendezeiten für die Volleyball Bundesliga der Männer im Free-TV auf SPORT1:

    2. Spieltag Donnerstag, 18.10.2018 19:00 Uhr live Berlin Recycling Volleys - SWD powervolleys Düren
    4. Spieltag Donnerstag, 15.11.2018 18:20 Uhr live VfB Friedrichshafen - Berlin Recycling Volleys
    6. Spieltag Donnerstag, 06.12.2018 19:00 Uhr live VfB Friedrichshafen - SWD powervolleys Düren
    15. Spieltag Mittwoch, 23.01.2019 19:00 Uhr live Berlin Recycling Volleys - VfB Friedrichshafen
    16. Spieltag Donnerstag, 07.02.2019 18:20 Uhr live United Volleys Rhein-Main - Berlin Recycling Volleys
    18. Spieltag Dienstag, 19.02.2019 18:20 Uhr live United Volleys Rhein-Main - VfB Friedrichshafen

    Und noch ein weiteres Highlight: SPORT1 zeigt das Rennen um den ersten Titel der Saison

    Drei Tage vor dem ersten Spieltag der Frauen wird am 28. Oktober in der TUI Arena Hannover der Volleyball Supercup ausgetragen. Dort trifft bei den Frauen der Deutsche Meister SSC Palmberg Schwerin auf den DVV-Pokalsieger Dresdner SC. Bei den Männern kommt es zum Prestigeduell zwischen Meister Berlin Recycling Volleys und Pokalsieger VfB Friedrichshafen. SPORT1 ist live dabei und überträgt beide Spiele im Free-TV.

    12.07.2018 18:03
  • Volleyball-Supercup 2018: Auftakt-Highlight am 28.10. in der TUI Arena
    VBL | Pressemitteilungen
    Das erste große Highlight der kommenden Volleyball-Saison steht fest: Am 28. Oktober findet der Supercup in der TUI Arena in Hannover statt. Dort treffen Pokalsieger und Meister der vergangenen Saison aufeinander. Sport1 überträgt sowohl das Frauen- als auch das Männerspiel. 

    Das erste große Highlight der kommenden Volleyball-Saison steht fest: Am 28. Oktober findet der Supercup in der TUI Arena in Hannover statt. Dort treffen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die amtierenden Meister auf die DVV-Pokalsieger der abgelaufenen Bundesliga-Saison. Ein erstes Kräftemessen gleich zum Saisonstart. Und die Chance, vor einer großartigen Kulisse den ersten Titel der Saison zu gewinnen.


    Lena Stigrot , Nationalspielerin und Neuzugang beim Dresdner SC, freut sich auf ihren ersten Supercup (Foto: Dresder SC). 

    Die TUI Arena in Hannover ist bereits zum zweiten Mal Austragungsort des Supercups und es wird eine volle Halle erwartet. Denn mit mehr als einem Dutzend Nationalspielern schlägt das Who is Who des deutschen Vereinsvolleyballs in Hannover auf. Bei den Frauen kommt es zum Aufeinandertreffen des amtierenden Meisters SSC Palmberg Schwerin und Pokalsiegers Dresdner SC. Für die Dresdnerinnen ist es das erste Mal, dass sie beim Supercup in Hannover antreten. „Die Premiere des Supercups in Hannover habe ich letztes Jahr noch am Bildschirm verfolgt“, sagt Lena Stigrot. „Für mich ist es ein tolles Event in einer beeindruckenden Arena. Ein echtes Highlight gleich zu Beginn der Saison, das Aufeinandertreffen zweier Topclubs – wir freuen uns sehr, dabei zu sein. Und hoffen natürlich, dass uns viele Fans nach Hannover begleiten.“

    „Da bekomme ich direkt Gänsehaut“

    Jennifer Geerties vom SSC Palmberg Schwerin weiß zwar, was sie erwartet, ist aber nicht weniger aufgeregt als ihre Kontrahentin: „Der Supercup wird sehr spannend, weil es das erste Spiel mit unserer neuen Mannschaft und den neuen Mitspielerinnen sein wird. Wenn ich daran denke, vor so einer großartigen Kulisse wie in Hannover um den ersten Titel zu spielen, bekomme ich direkt Gänsehaut.“

    Bei den Männern kommt es zur Neuauflage des letztjährigen Aufeinandertreffens zwischen den Berlin Recycling Volleys und dem VfB Friedrichshafen. Für Jan Zimmermann, Neuzugang bei den Berlinern, ist es dennoch eine Premiere: „Noch war ich nicht beim Supercup. Das ändert sich aber jetzt zum Glück! Ich bin gerade nach einer anstrengenden und schönen Zeit mit der Nationalmannschaft aus dem Iran zurückgekehrt. Jetzt heißt es erst einmal abschalten und Kräfte tanken. Um dann in Hannover hoffentlich den ersten Titel zu gewinnen.“

    „Im letzten Jahr war die Atmosphäre großartig“

    Das sieht Markus Steuerwald naturgemäß anders. Er weiß, wie es sich anfühlt, den Supercup in die Höhe zu stemmen. Ein Triumph, den der Friedrichshafener in diesem Jahr wiederholen möchte: „Natürlich wollen wir unseren Titel verteidigen und die erste Trophäe der Saison an den Bodensee holen. Im letzten Jahr war die Atmosphäre großartig und wir hoffen auch in diesem Jahr, dass viele sportbegeisterte Fans nach Hannover kommen, um sich das Spektakel anzuschauen.“

    Freikarten für Kinder bis zwölf Jahre: Supercup für die gesamte Familie

    Mit hochklassigem Sport, einem abwechslungsreichen Entertainment-Programm und ausgelassener Stimmung ist der Volleyball Supercup ein Highlight für alle Volleyballfans und die ganze Familie. Um Eltern mit ihren Kindern einen rundum erlebnisreichen Event-Tag zu ermöglichen, bietet der Veranstalter allen Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren die Möglichkeit, Freikarten für den Volleyball-Supercup zu bekommen.*

    Premiere: SPORT1 zeigt beide Spiele live im Free-TV

    Doch es gibt auch gute Nachrichten für alle Volleyball-Fans, die nicht vor Ort in Hannover dabei sein können. SPORT1 zeigt den Supercup der Frauen und der Männer live im Free-TV. Der Volleyball-Sonntag beginnt bei SPORT1 um 14:30 Uhr mit einer kurzen Zusammenfassung des ersten Satzes der Frauenbegegnung und anschließenden Spiel live aus der TUI Arena. Der Supercup der Männer startet um 16.30 Uhr und wird ebenfalls live übertragen. „Die umfängliche Live-Übertragung auf SPORT1 unterstreicht die wachsende Bedeutung des Supercups. Wir freuen uns auf viele Zuschauer in der Halle und an den TV-Geräten“, sagt Klaus-Peter Jung, Geschäftsführer der Volleyball-Bundesliga.

    *Die Freikarten können regulär online über www.eventim.de oder www.ticketmaster.de und an allen bekannten VVK-Stellen sowie telefonisch über die Tickethotlines (Ticketmaster: 01806-9990000**; Eventim: 01806-570070**) gebucht werden. Pro Buchung dürfen maximal vier Freitickets und mindestens ein Zahlticket gebucht werden. Diese sind für alle Kategorien gültig (außer VIP), die ÖPNV- und Systemgebühr wird vom Veranstalter getragen. Alle Kinder werden gebeten, sich am Veranstaltungstag beim Einlass auszuweisen. Kinder unter fünf Jahren dürfen die Veranstaltung auch kostenfrei besuchen, benötigen aber kein eigenes Ticket. Außerdem erhalten Kinder zwischen 13 und 17 Jahren, Auszubildende, Schüler, Studenten, und Rentner eine Ermäßigung auf den regulären Preis (Kategorien 2 und 3). Entsprechende Nachweise sind beim Einlass vorzuzeigen. Reguläre Tickets sind ab 15,- Euro erhältlich. Auch Familientickets (80,- Euro) und Premiumtickets (42,- Euro) sind im Angebot.

    **(0,20 €/Anruf inkl. MwST. aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus den deutsche Mobilfunknetzen)

    02.07.2018 12:21
  • Das Warten hat ein Ende: Die Spielpläne für die Saison 2018/19 sind da!
    VBL | Pressemitteilungen
    Am 13. Oktober startet die 1. Bundesliga der Männer. Für die Frauen geht es am 31. Oktober in die 61. Saison. Die 2. Bundesliga beginnt bereits am 15. September.

    Am 13. Oktober startet die 1. Bundesliga der Männer. Für die Frauen geht es am 31. Oktober in die 61. Saison. Die 2. Bundesliga beginnt bereits am 15. September, während einige der Erstligaspielerinnen und -spieler noch mit den Nationalmannschaften um den Weltmeistertitel spielen.


    Alexander Waibl, Coach des Dresdner SC, freut sich auf die neue Saison (Foto: Conny Kurth).

    Auf wen trifft der amtierende Meister der Frauen SSC Palmberg Schwerin im Eröffnungsspiel? Wann findet das Match der Giganten Berlin Recycling Volleys gegen VfB Friedrichshafen statt? Wie entwickeln sich die Aufsteiger in der 2. Bundesliga?

    Was man heute schon weiß: Das Volleyball-Oberhaus startet direkt mit zwei Knaller-Partien in die Saison: Aufsteiger HELIOS GRIZZLYS Giesen empfängt am 13. Oktober den aktuellen Meister BR Volleys. NawaRo Straubing, Aufsteiger 1. Bundesliga Frauen, hat am 31. Oktober Meister SSC Palmberg Schwerin zu Gast.

    Anpfiff beim ersten Saisonspiel in der 2. Liga Nord der Frauen ist am 15. September. Der amtierende Meister, DSHS SnowTrex Köln, muss sich den Stralsunder Wildcats stellen. Bei den Männern kommt es zum Ostseederby zwischen Aufsteiger Kieler TV und SV Warnemünde. Im Auftaktspiel der 2. Bundesliga Süd der Frauen treffen mit TSV 1860 Ansbach und TV 05 Waldgirmes zwei Aufsteiger aufeinander. Der Meister der Vorsaison, TSV Grafing, trifft im ersten Spiel der Männer auf AlpenVolleys Haching II.

    Die Spielpläne der Saison 2018/19  finden Sie auf der Homepage der Volleyball Bundesliga:

    1. Bundesliga Frauen

    1. Bundesliga Männer

    2. Bundesliga Nord Frauen

    2. Bundesliga Süd Frauen

    2. Bundesliga Nord Männer

    2. Bundesliga Süd Männer

    29.06.2018 12:05

Aktuelles aus der Volleyball Bundesliga

Saisonvorschau 1. Volleyball Bundesliga Männer

VBL-News

Historisch: Das war das Wort, das in beinahe allen Medien fiel, wenn es um den Silbermedaillen-Gewinn der Männer-Nationalmannschaft bei der Volleyball-Europameisterschaft in Polen ging. Der Triumph ist erst wenige Wochen her, besser könnte der Zeitpunkt nicht sein, um in die neue Saison der Volleyball Bundesliga zu starten – die beginnt am kommenden Wochenende mit fünf Partien in den Arenen in Rottenburg (vs. Netzhoppers KW), Düren (vs. BR Volleys), Bühl (vs. United Volleys), Friedrichshafen (vs. Haching) und Solingen (vs. Lüneburg).

„Ich denke, dass auf jeden Fall Friedrichshafen und Berlin große Favoriten auf den Titel sind. Das sind zwei Teams von denen ich denke, dass sie das Finale unter sich ausmachen werden – sie haben zumindest das Potential dazu. Aber es ist wie immer, die Saison ist so lang, der Weg ist so lang, es ist nicht einfach“, sagt Andrea Giani, der als Bundestrainer großen Anteil am Silber-Triumph seines Teams hatte.


Kann Supercup-Gewinner VfB Friedrichshafen in diesem Jahr auch die Meisterschaft an den Bodensee holen? Foto: Sebastian Wells

„In der Bundesliga gibt es einige gute Spieler, die sehr talentiert sind. Es gibt ein paar Spieler, von denen ich glaube, dass sie sich in dieser Saison unheimlich gut entwickeln werden: Jakob Günthör und David Sossenheimer aus Friedrichshafen zum Beispiel. Ich hoffe außerdem, dass sich ein neuer Zuspieler aufdrängt. Bühl hat einen sehr interessanten jungen Spieler, der erst 19 Jahre alt ist (Mario Schmidgall, d. Red.). Solche Spieler würde ich gerne auf dem Spielfeld sehen. Für die Entwicklung des Nationalteams ist eine starke Bundesliga sehr wichtig“, so der Italiener weiter.

Aber welche elf Mannschaften kämpfen in diesem Jahr um den Titel? Die Volleyball Bundesliga (VBL) gibt einen Einblick die erste Liga der Männer.

Die Männer-Mannschaften der Volleyball Bundesliga im Überblick

BERLIN RECYCLING Volleys

Zwei Meisterschaften feierten die Berliner zuletzt in Folge – und mussten doch zum Saisonbeginn eine Schlappe beim Supercup gegen Dauerrivale Friedrichshafen (1:3) hinnehmen. Vor allem der Wechsel zum noch jungen Cheftrainer Luke Reynolds (32) braucht wohl noch Zeit. Trotzdem sind die Ziele klar: „Natürlich wollen wir - wie in jedem Jahr - um alle drei Titel - Meisterschaft, Pokal und Champions League - mitspielen. Als amtierender Meister ist es unser Anspruch, diesen Titel nach Möglichkeit erneut zu verteidigen. Ich sehe unsere Mannschaft dafür gut gerüstet“, sagt Manager Kaweh Niroomand.

Dafür kam Georg Klein vom Ligakonkurrenten aus Friedrichshafen, Klein gilt als Nachfolger der zurückgetretenen Vereinslegende Felix Fischer. Der Australier Adam White ist zudem als wichtiger Mann im Außenangriff eingeplant und soll den nach Italien gewechselten Ruben Schott ersetzen. Die BR Volleys wollen sich auch international beweisen, wie Niroomand betont: „Die Champions League ist für uns seit vielen Jahren eine wichtige Plattform, um unseren Namen und die Marke BR Volleys zu stärken.“ Beim Team aus der Hauptstadt erwartet man mit den Alpenvolleys, den United Volleys und Friedrichshafen einen Vierkampf um die Meisterschaft.

Bergische Volleys

Die Bergische Volleys treten mit einem neuen Gesicht an, in der Vorsaison hieß das Team noch Solingen Volleys. Kapitän Oliver Gies ist der einzige Spieler, der aus dem letztjährigen Kader noch dabei ist. Mit Johannes Tille haben die Volleys einen sehr talentierten Zuspieler vom VCO Berlin verpflichtet. Die weiteren Neuzugänge wie die beiden Australier Sam Boehm und Gerrard Lipscombe gehörten in der vergangenen Saison in Tschechien und in der Schweiz zu den Top-Scorern ihrer Teams.

Geschäftsführer Helmut Weissenbach hofft im zweiten Bundesligajahr auf eine Leistungssteigerung der Volleys. „Das Erreichen der Playoff-Runde wäre ein großer Erfolg. Wichtigstes Ziel wird es sein, dass unser Team weitestgehend verletzungsfrei bleibt, dann sind wir für Überraschungen gut." Mit der Verpflichtung von Daniel Mey im Management wollen die Bergischen Volleys den Standort Bergisches Land weiter stärken.

HYPO TIROL AlpenVolleys Haching

Die AlpenVolleys sind eines der spannendsten Projekte im deutschen Volleyball – und eines mit historischer Dimension. Denn zum ersten Mal überhaupt startet ein Team mit der neu eingeführten Wildcard in der Volleyball Bundesliga, darüber hinaus ist das Team ein deutsch-österreichischer Zusammenschluss: Der ehemalige Spitzenclub TSV Unterhaching verschmilzt mit Österreichs Volleyball-Branchenführer aus Innsbruck. Sieben der zehn Hauptrunden-Heimspielen tragen die Alpenvolleys in Innsbruck aus, drei werden in Unterhaching ausgespielt.

„Das Projekt ist vorerst für drei Jahre angelegt, in der ersten Saison peilen wir Platz fünf an – wollen aber unbedingt ab nächster Saison international spielen. In welchem Wettbewerb spielt dabei keine Rolle“, sagt Alpenvolleys-Manager Hannes Kronthaler. Cheftrainer Stefan Chrtiansky hat sechs Spieler aus dem Hypo Tirol-Aufgebot der abgelaufenen Saison im Kader, der Rest ist neu und international breit aufgestellt: Die insgesamt zwölf Spieler kommen aus sieben verschiedenen Nationen.

Netzhoppers SolWo Königspark KW

Die Netzhoppers-Fans durften in der Sommerpause aufatmen, denn der Volleyball-Star Björn Andrae hat erneut einen Vertrag bei den Brandenburgern unterschrieben. Der 280-fache Nationalspieler wurde in der vergangenen Saison in zehn Spielen zum MVP gewählt, was ihn auch zum ‚Most Valuable Player‘ der gesamten Liga machte. Die Zuspiele für seine Angriffe bekommt er nun von Luke Herr aus Kanada. Er ist der neue Spiel-Lenker bei den Netzhoppers, bei denen Chefcoach Mirko Culic schon in seine zehnte Saison geht.

Im Vorjahr schaffte das Team den historischen Sprung ins Pokal-Halbfinale und schrammte im Playoff-Viertelfinale nur knapp an einer Sensation vorbei: Gegen den späteren Vize-Meister aus Friedrichshafen verloren die Netzhoppers nur knapp im Tiebreak. „Nach dem Erfolg in der Pokalrunde in der Saison 2016/2017 wollen wir daran anknüpfen. Ziel ist es, wieder das Halbfinale zu erreichen und natürlich das Playoff-Viertelfinale", sagt Vereinspräsident Dr. Hans-Jochen Rodner.

SVG Lüneburg

Die „Lüne-Hünen“ gehen in ihre vierte Erstliga-Saison und in die vielleicht letzte in der so gut wie immer ausverkauften Heimspiel-Stätte: In der Sommerpause ist von der Lüneburger Politik in Stadt und Kreis der Bau einer Multifunktions-Arena beschlossen worden. „Damit bekommt die SVG Lüneburg eine langfristige Perspektive und wird für Spieler und Sponsoren noch attraktiver“, freut sich SVG-Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Schon kurzfristig dürfen die Lüneburger Fans in der Noch-Heimspielstätte Gellersenhalle vor allem auf die Neuzugänge Ryan Sclater (Universal) und Tyler Koslowsky (Libero) aus Kanada gespannt sein.

Und sich natürlich auf Mittelblocker Noah Baxpöhler freuen – den Nationalspieler angelten sich die Lüneburger aus Bühl und statteten ihn mit einem Zwei-Jahres-Vertrag aus. „Wir haben unser Team weiter verjüngt. Es besteht aus siegeshungrigen Spielern, die als starke Gemeinschaft auftreten", sagt SVG Trainer Stefan Hübner. Traditionell will sich der ehemalige Weltklasse-Spieler nicht auf ein konkretes Saisonziel festlegen: „Wir arbeiten inhaltlich und zeitlich mit vielen kleinen, individuellen Bausteinen, um insgesamt Verbesserungen für das Team zu erzielen. Wozu das reicht, wird man dann im sportlichen Wettkampf mit den anderen Teams feststellen", sagt Hübner.

SWD powervolleys DÜREN

Als Bronzemedaillen-Gewinner der abgelaufenen Saison haben sich die Powervolleys aus Düren für den CEV Cup qualifiziert und dürfen international starten. „Unser Ziel ist es, zwei Runden zu überstehen. Dann sehen wir weiter“, sagt der sportliche Leiter Goswin Caro. In die kommende Saison werden die Volleyball-Profis von dem neuen Trainergespann um Cheftrainer Stefan Falter und Co-Trainer Justin Wolff geführt.

Einen echten Coup auf dem Transfermarkt landeten die Nordrhein-Westfalen mit der Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers Dirk Westphal, der nach vielen Stationen im Ausland in die Bundesliga zurückkehrt. Aber auch von den weiteren Zugängen Stijn D’Hulst (Belgien, Zuspiel), Karli Allik (Estland, Außenangriff), Julius Firkal (Slovakei, Außenangriff), Edvarts Buivids (Lettland, Diagonal) und Gilles Braas (Luxemburg, Zuspiel) erhoffen sich die Dürener viel. „Wir haben einen guten Mix aus gestandenen deutschen Spielern und jungen Spielern mit Potential. Platz sechs oder besser nach der Normalrunde peilen wir als Saisonziel an“, sagt Caro.

TSV Herrsching

Der selbsternannte „Geilste Club der Welt“ (GCDW) aus Herrsching geht in die vierte Bundeligasaison und kann nach einem etwas größeren Umbruch viele neue Gesichter am Ammersee begrüßen. Neben den drei deutschen Youngsters Martin Krüger, Christoph Marks und Tim Peter, die ein große Perspektive haben und auch längerfristig an den Verein gebunden werden sollen, konnte mit Michal Sladecek ein absoluter Top-Mann aus der polnischen Plusliga geholt werden. Er soll mit seiner Erfahrung auf der Zuspiel-Position das Team führen. Außerdem gibt es zwei neue Mittelblocker: Andre Brown aus Kanada, den besten Blocker der Finnischen Liga der Vorsaison, sowie den 2,05 Meter großen Wilhelm Nilsson aus Schweden.

„Wir sind ziemlich neu aufgestellt und neues Team heißt immer auch ein wenig Wundertüte. Nach einer richtig guten Saison 2016/2017 werden wir natürlich alles daran setzen, diese Leistung zu bestätigen. Wobei es in erster Linie darum geht, dass sich dieses neu formierte Team findet und gut einspielt“, sagt Cheftrainer Max Hauser, der mit Sepp Wolf einen neuen Co-Trainer an seiner Seite hat.

TV Rottenburg

'Idi' ist zurück in der Bundesliga: Der 38 Jahre alte Idner Faustino Lima Martins, mit dem VfB Friedrichshafen dreimal Deutscher Meister (2007 – 2010) und zweimal Pokalsieger (2008, 2012), wechselte im Sommer zum TV Rottenburg und soll Routine und Erfahrung ins junge Team bringen, das im Vorjahr in der Hauptrunde auf Rang neun landete und in Pre-Playoffs ausschied. Zusammen mit dem Routinier Dirk Mehlberg, der auf die Liberoposition wechselt, sowie der Vertragsverlängerung von Ferenc Németh (30) setzt der TVR auf mehr Erfahrung und Konstanz im Spiel. In dieser Konstellation sollen sich die jüngeren Spieler des TV Rottenburg optimal weiterentwickeln.

„Unser Saisonziel ist es, besser abzuschneiden als in der letzten Saison, also die Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale", sagt TVR-Manager Philipp Vollmer, der den Liga-Rivalen vom Bodensee als Titelfavoriten einstuft: „Friedrichshafen geht in die zweite Saison mit Vital Heynen und wird eingespielter in die Saison gehen als Berlin - die 'Häfler' sind unser Favorit auf den Meistertitel in diesem Jahr und man darf gespannt sein, wie Berlin, aber auch Frankfurt und Innsbruck in das Titelrennen eingreifen.“

United Volleys Rhein-Main

Das Erfolgsrezept der United Volleys bleibt auch im dritten Bundesligajahr das gleiche: Die richtige Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Größen des deutschen Volleyballs. So wird auch die Mannschaft für 2017/18 mit einigen Neuzugängen wieder zu den jüngsten der Liga zählen. „Den besten Nachwuchsspielern des Landes die Möglichkeit zu geben, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, ist weiterhin die oberste Maxime. Wie schnell das gehen kann, haben mit Tobias Krick und Julian Zenger zwei Uniteds als Stammspieler beim EM-Silbermedaillengewinn der Nationalmannschaft gezeigt“, sagt Manager Henning Wegter.

Der Abgang von Kapitän Christian Dünnes soll gleich mehrfach kompensiert werden. Zusätzliche Abgeklärtheit und Stabilität bringen die erfahrenen Ex-Nationalspieler Patrick Steuerwald und Sebastian Schwarz ins Team. Auf der Dünnes-Position sollen der Australier Lincoln Williams, Olympiateilnehmer in London 2012, sowie Issei Otake aus Japan einschlagen. Die United Volleys starten erneut im CEV Cup. „Mit dem Halbfinaleinzug im CEV Cup 2016/17 haben wir die Messlatte mehr als hoch gelegt. Das zu wiederholen, dürfte schwer werden, wie schon der erste Gegner zeigt: In der Runde der besten 32 wartet mit Montpellier eines der stärksten Teams aus der ausgeglichen und hochklassig bestückten französischen Liga“, sagt Cheftrainer Michael Warm.

VfB Friedrichshafen

Nach der Titelverteidigung beim Supercup ist man in Friedrichshafen nun heiß auf den Deutschen Meistertitel. „Das ist mein wichtigstes Ziel: Ich will Friedrichshafen wieder zum Meister machen“, sagt der belgische Cheftrainer Vital Heynen vor seiner zweiten Saison bei den Häflern. Er sieht sein Team dabei aber in der Rolle des Außenseiters: „Berlin ist für mich der eindeutige Favorit - wirtschaftlich ist die Mannschaft einfach die Beste in Deutschland und ich hoffe, dass die Berliner auch so weiter machen. Dazu kommt die große Spielerqualität, die das Team hat.“

Der VfB selbst hat mit dem 66-fachen Nationalspieler Philipp Collin (Mittelblock), dem Bulgaren Martin Atanasov (Außenangriff), dem US-Amerikaner Scott Kevorken (Mittelblock, aus Lüneburg) und in Bartłomiej Bołądź aus Polen (Diagonal) vier Neuzugänge im Team, das sich möglichst über die Qualifikation in die Gruppenphase der Champions League spielen soll.

„Ich denke, dass wir gutes Volleyball spielen werden. Jeder weiß, dass ich ein Liebhaber von Block und Verteidigung bin und ich hoffe, dass wir jede Woche die Auszeichnung ‚bester Rallyepunkt‘ bei der Liga bekommen. Das ist mir wichtig. Es soll den Leuten Spaß machen, unser Spiel zu gucken. Ich möchte, dass die Zuschauer aus der Halle gehen und mit Begeisterung von unserem Spiel sprechen“, sagt Vital Heynen. Sein Team ist bei Bundestrainer Andrea Giani der Favorit auf den Meistertitel.

Volleyball Bisons Bühl

Die Bisons haben zugeschlagen auf dem Transfermarkt, und wie. Der 1,86 Meter große Außenangreifer Masahiro Yanagida wird wie auch Otake bei den United Volleys der erste Japaner in der Geschichte der Volleyball Bundesliga der Männer. Neben seiner „Sprunggewalt und dem sehr guten Spielüberblick“ (Trainer Ruben Wolochin) bringt er auch seine eigene ‚Medienmaschine‘ aus Japan mit – er hat eine Fanbase von mehr als 160.000 Followern auf Twitter.

Auch auf der Diagonalposition haben die Neuzugänge Iurii Kruzhkov und Anton Qafarena bereits jetzt sehr großes Potential gezeigt, große Hoffnungen ruhen zudem auf dem erst 19 Jahre alten und 2,06 Meter großen Zuspieler Mario Schmidgall. „Wir sprechen von einem jungen Team, das im Vergleich zum Vorjahr bereits jetzt gezeigt hat, dass es sich lohnt, Zeit und Energie in die Mannschaft zu investieren. Das Motto 2017/18 lautet ‚Formen und Zusammenwachsen‘, denn diese Saison ist der erste Schritt in eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem aktuellen Kader“, sagt Bisons-Geschäftsführer Manohar Faupel.

Spielmodus

In der Volleyball Bundesliga (VBL) der Männer treten elf Mannschaften gegeneinander an. Die Meisterschaft wird über eine Hauptrunde und anschließende Playoffs entschieden. Letztere werden ab der Saison 2017/18 im neuen Spielmodus ausgetragen: Die Endrunde mit den besten acht Teams startet direkt mit den Playoff-Viertelfinals, die bisher im Vorfeld ausgespielten Pre-Playoffs entfallen.

veröffentlicht am Mittwoch, 11. Oktober 2017 um 11:59; erstellt von Sattler, Daniel
letzte Änderung: 10.10.17 12:53