• Volleyball Bundesliga optimiert Spielmodus
    VBL-News
    Die Volleyball Bundesliga (VBL) wird in der Saison 2017/18 mit einem neuen Spielmodus an den Start gehen.

    Die Volleyball Bundesliga (VBL) wird in der Saison 2017/18 mit einem neuen Spielmodus an den Start gehen. Nach der Hauptrunde folgen zukünftig in den 1. Ligen direkt die Playoff-Viertelfinals. Die Pre-Playoffs entfallen.

    Die Volleyball Bundesliga (VBL) geht in der kommenden Saison mit einem leicht veränderten Modus an den Start (Quelle: VBL)  

    „Unser Ziel ist, den Spielplan zu entzerren und eine größere Planungssicherheit zu schaffen“, sagt Klaus-Peter Jung, Geschäftsführer der VBL. Er erklärt weiter: „Durch den neuen Modus fallen einige Spiele unter der Woche weg, sodass der Fokus vermehrt auf die Wochenenden gelegt werden kann.“

    Der neue Spielplan soll verhindern, dass Erfolge im Europapokal zu Terminkollisionen führen. Jung: „Falls kein deutsches Team die Finalrunden im CEV oder Challenge Cup bzw. das Playoff 6 der Champions League erreicht, halten wir uns die Möglichkeit offen, die Playoff-Halbfinals im Best-of-Five-Modus zu spielen.“

    Die Saison im Überblick:

    - Hauptrunde

    - Playoff-Viertelfinals im Modus Best of Three (1 - 8, 2 - 7, 3 - 6, 4 - 5)

    - Playoff-Halbfinals im Modus Best of Three* (1 - 4, 2 - 3)

    - Playoff-Finals im Modus Best of Five (1 - 2)

    * Sollte kein deutscher Teilnehmer die Finalrunde im CEV oder Challenge Cup bzw. das Playoff 6 der Champions League erreichen, werden die Halbfinals im Modus Best-of-Five gespielt.

    23.06.2017 12:57
  • Düren: Der neue Regisseur
    SWD powervolleys DÜREN
    Die SWD powervolleys Düren haben eine Schlüsselposition hochkarätig neu besetzt. Vom belgischen Meister Knack Roeselare wechselt Zuspieler Stijn D'Hulst zum Dürener Volleyball-Bundesligisten.
    Im Einsatz für die belgische Auswahl: Stijn Dulst
    Foto: fivb

    Die SWD powervolleys Düren haben eine Schlüsselposition hochkarätig neu besetzt. Vom belgischen Meister Knack Roeselare wechselt Zuspieler Stijn D'Hulst zum Dürener Volleyball-Bundesligisten. D'Hulst ist aktueller belgischer Nationalspieler und kommt mit der Empfehlung des ehemaligen Bundestrainers und neuen belgischen Coaches Vital Heynen nach Düren. Die neue Nummer eins in der Regie im Dürener Spiel ist 26 Jahre alt und 1,87 Meter groß. Seit 2010 hat D'Hulst für Roeselare gespielt und wurde mit seiner Mannschaft fünfmal belgischer Meister. Zudem spielte er in jedem Jahr in der Champions League. Stijn D'Hulst unterschreibt für ein Jahr in Düren.

    „Stijn hat eine Spielweise mit vielen unkonventionellen Lösungen“, sagt der neue Trainer Stefan Falter über seinen künftigen Regisseur Nummer eins. „Gleichzeitig bewahrt er in schwierigen Situationen immer die Ruhe und fällt gute Entscheidungen. Zudem ist er enorm wissbegierig. Er passt also sehr gut zu uns“, schildert Falter die Eindrücke, die er live, auf Video und im Gespräch mit Stijn D'Hulst gesammelt hat.

    Der neue Mann in der Schaltzentrale hat sich nicht zuletzt aufgrund der Eindrücke für Düren entschieden, die er in den Verhandlungen mit den Verantwortlichen gewonnen hat. „Ich hatte die ganze Zeit über ein gutes Gefühl bei den Gesprächen. Düren ist ein gesunder und ambitionierter Klub. Ich freue mich, dass das geklappt hat“, sagt der Belgier. Auch die Informationen, die er bei anderen Spielern über die SWD powervolleys eingeholt hat, seien positiv gewesen. „Da war nicht eine negative Aussage dabei“, schildert er.

    Jetzt ist er gespannt auf ein neues Umfeld nach sieben Jahren Roeselare. „Ich kenne keinen meiner neuen Mitspieler persönlich. Aber ich kenne einen Teil, weil ich mit der Nationalmannschaft gegen sie gespielt habe.“ Dass es mit Friedrichshafen und Berlin große Namen des europäischen Volleyballs in der Bundesliga gibt, ist Stijn D'Hulst aus seinen Jahren in der Champions League bekannt. „Es gibt aber Klubs wie Düren, die sehr ambitioniert sind und den Abstand zu den Großen verkleinern wollen. Daran werden wir so hart wie möglich arbeiten. Ich freue mich schon darauf, zu beginnen, meine neuen Mitspieler und alle Menschen rund um das Team kennenzulernen.“

    Der Dürener Kader: Tim Broshog, Michael Andrei, Jaromir Zachrich (Mittelblock), Romans Sauss, Karli Allik (Außenangriff), Edvarts Buivids, Marvin Prolingheuer (Diagonal), Blair Bann (Libero), Stijn D'Hulst (Zuspiel)

    23.06.2017 06:28
  • VBL-Teams steigern Fernseh-Präsenz
    VBL-News
    Großartige Nachrichten aus dem TV-Bereich: In der abgelaufenen Saison ist mehr als 365 Stunden über die Teams aus der Volleyball Bundesliga (VBL) berichtet worden.

    Großartige Nachrichten aus dem TV-Bereich: In der abgelaufenen Saison ist mehr als 365 Stunden über die Teams aus der Volleyball Bundesliga (VBL) berichtet worden. In der Spielzeit zuvor waren es noch 146 Stunden. Damit wurde die Präsenz im Fernsehen mehr als verdoppelt.

    Michael Evers, Präsident der Volleyball Bundesliga (Foto: Nils Wüchner, nils-wuechner.de)Michael Evers, Präsident der Volleyball Bundesliga (Foto: Nils Wüchner, nils-wuechner.de)

    Wie das Forschungs- und Beratungsunternehmen Nielsen Sports in einer Expertise ermittelt hat, wurde auf 37 Kanälen über die Erstligisten berichtet. Damit kommen die Volleyball Bundesligisten auf eine kumulierte Reichweite der TV-Berichterstattung von 143,58 Millionen. Insgesamt ergibt sich aus den ermittelten Zahlen ein Wert von über 700 Millionen Werbeträgerkontakten.

    „Das ist für Erstligateams ein ausgezeichnetes Ergebnis“, sagt VBL-Präsident Michael Evers über die jüngsten Zahlen. „Aber natürlich haben wir den Anspruch, uns in der kommenden Saison weiter zu steigern.“  

    Am meisten Sendezeit erreichten die BR Volleys. Der Deutsche Meister brachte es – unter anderem aufgrund der umfangreichen Champions League Berichterstattung auf SPORT1+ - auf mehr als 107 Stunden Broadcast Time. Auf Rang zwei folgt bei den Männern Pokalsieger und Supercup-Gewinner VfB Friedrichshafen mit über 72 Stunden.

    Aus der Volleyball Bundesliga der Frauen war der Allianz MTV Stuttgart mit 76,24 Stunden vor den Roten Raben Vilsbiburg (knapp 47 Stunden) das Team mit der meisten Sendezeit. Bei der kumulierten Reichweite hatte allerdings der Dresdner SC die Nase mit 41,18 Millionen vorn. Es folgen Stuttgart (fast 37 Millionen) und der Deutsche Meister SSC Palmberg Schwerin (26,29 Mio.).

    22.06.2017 16:26
  • Männer-Bundesliga wird noch aufregender
    VBL-News
    Spektakulärer Transfer in die Volleyball Bundesliga (VBL): Erstmals überhaupt wechselt mit Masahiro Yanagida ein Japaner zum TV Ingersoll Bühl.

    Spektakulärer Transfer in die Volleyball Bundesliga (VBL): Erstmals überhaupt wechselt mit Masahiro Yanagida ein Japaner zum TV Ingersoll Bühl. Der 24-Jährige ist Außenangreifer, Nationalspieler und steht im aktuellen Aufgebot seines Landes für das World League Final Four der „Gruppe 2“ in Australien.

    Masahiro Yanagida wechselt in die Volleyball Bundesliga (Foto: Amuse Inc, Japan) Masahiro Yanagida wechselt in die Volleyball Bundesliga (Foto: Amuse Inc, Japan) 

    „Masahiro Yanagida ist sicher eine Bereicherung für die 1. Volleyball Bundesliga der Männer“, glaubt VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung. Ohnehin sei die Attraktivität im Volleyball-Oberhaus in den letzten Jahren stark gestiegen. „Die BR Volleys und der VfB Friedrichshafen haben über Jahre hinweg die Meisterschaft unter sich ausgemacht. Doch in jüngerer Vergangenheit haben Teams wie die United Volleys, Düren und Lüneburg immer mehr zu den ‚Großen‘ aufgeschlossen. Mit den HYPO TIROL AlpenVolleys Haching kommt in der neuen Saison ein weiteres Spitzenteam hinzu. Das wird sicher sehr spannend“, so Jung.

    Dass jetzt ein japanischer Nationalspieler den Weg nach Deutschland findet, begrüßt Jung sehr: „In Japan ist der Volleyballsport äußerst populär. Viele Spielerinnen und Spieler gehören dort zu den Top-Stars. Ihre Medienpräsenz ist enorm. Wenn sich also Masahiro Yanagida dafür entschieden hat, beim TV Ingersoll Bühl zu spielen, zeigt das auch die Qualität und das Ansehen unserer Liga.“

    Das sieht Masahiro Yanagida ähnlich. “Ich habe beim TV Ingersoll Bühl in Deutschland als Profispieler unterschrieben und möchte mich bei allen Menschen bedanken, die diesen Schritt möglich gemacht haben. Es ist das erste Mal, dass ich im Ausland spielen werde, wenn man von den Spielen mit der Nationalmannschaft absieht“, sagt der Volleyballer aus dem „Land der aufgehenden Sonne“. „Ich glaube, dass es zu Beginn sicherlich viele Herausforderungen geben wird, was die Sprache und die Kultur betrifft. Aber ich möchte alle diese Hindernisse überwinden“, so der Japaner, der den deutschen Volleyballsport auch in seiner Heimat durch seine Persönlichkeit noch populärer machen will.

    21.06.2017 16:24
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Aktuelles aus der Volleyball Bundesliga

Scheuer: "Wir sind noch nicht so weit"

VBL-News

Aufstieg oder nicht Aufstieg - das ist hier die Frage. Seit dem 3. April dieses Jahres ist klar, dass kein Verein aus den vier 2. Bundesligen den Sprung in die 1. Bundesliga wagt. Der Grund seien nicht die Anforderungen des Lizenzstatuts, sondern Kosten für Kader- und Vereinsstruktur, sagt Florian Scheuer, Teammanager beim VC Printus Offenburg.

In unserer Serie #Kurzgefragt erklärt Scheuer ausführlich, warum der VCO in dieser Saison auf den Aufstieg verzichtet, die Entwicklung der 1. und 2. Bundesliga aber trotzdem positiv ist. 


Florian Scheuer ist Teammanager bei Frauen-Zweitligist VC Printus Offenburg (Foto: Fotostudio Hund)

Der VC Offenburg verzichtet in diesem Jahr erneut auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Was sind die Gründe?

Wir sind einfach noch nicht ganz so weit. Es ist ein großer Schritt von der 2. Volleyball Bundesliga in die 1. Volleyball Bundesliga. Sowohl finanziell als auch organisatorisch. Es ist nicht vergleichbar mit dem Aufstieg eines Fußball-Zweitligisten in die Fußball Bundesliga. Dazu kommt, dass man in Offenburg schlechte Erfahrungen mit einem Handball-Bundesliga-Projekt gemacht hat, das nach nur einer Saison in die Pleite gegangen ist. Da müssen wir auf politischer Ebene noch ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten, um für ein ähnliches Projekt ausreichend Rückendeckung zu haben.

Hin und wieder wird darüber diskutiert, dass die Anforderungen des Lizenzstatus für einen Aufsteiger nicht stemmbar seien? Wie stehen Sie dazu?

Das sehe ich nicht so. Der Hauptgrund für den Verzicht, wenn man die Kostenseite betrachtet, sind die Kosten für Spielerinnen und Staff, inklusive VBG-Beiträgen, die mit Abstand der größte Kostenfaktor sind. Und das gilt für alle Vereine im gleichen Maße. Die Fixkosten für Lizenz und Gebühren sind zwar höher als in Liga zwei, aber die Steigerung ist moderat. Außerdem hat man durch den Stufenplan Zeit, sich zu entwickeln.

Wird der Abstand zwischen der 1. und 2. Bundesliga tatsächlich größer?

Das ist schwer zu beurteilen. Ich denke, dass sich beide Ligen sehr gut entwickeln. Wenn ich von der 2. Bundesliga Frauen Süd ausgehe und man bedenkt, mit welchen Spielerinnen wir noch in unseren ersten beiden Saisons gespielt haben, glaube ich, dass wir diese und auch letzte Saison auf jeden Fall abgestiegen wären, wenn wir uns nicht verstärkt hätten. Die zweite Liga ist stärker und professioneller geworden, aber auch die 1. Bundesliga ist stärker und breiter aufgestellt. Wenn dort gute Arbeit geleistet wird und starke Spielerkader aufgebaut werden, dann kann es sein, dass die Entwicklung schneller voran geht als bei den Zweitligisten. Das ist aber vom Grundsatz her nicht negativ zu bewerten. Ganz im Gegenteil, es zeugt von guter, nachhaltiger Arbeit - davon können wir letztlich alle profitieren.

Was muss man tun, um den Abstand zwischen 1. und 2. Bundesliga zu verringern? Und was wird hierfür bereits getan?

Die Liga unterstützt die Vereine durch umfangreiche Workshops, Beratungen und Materialien. Sei es zu finanziellen, organisatorischen oder marketingtechnischen Themen und vieles mehr. In erster Linie müssen aber die Vereine, die "hoch wollen" etwas tun. Man muss die Menschen, die Unternehmen und die Politik in seiner Region oder auch überregional davon überzeugen, für was wir stehen. Tolle Vereine, die tolle Arbeit leisten, aus welcher toller Sport resultiert, der unterstützenswert ist. Wir müssen beweisen, dass es besser ist, bei uns Sponsor Nummer eins, zwei oder drei zu sein, statt Sponsor Nummer 15,16,17 beim regionalen Fußballverein.

veröffentlicht am Mittwoch, 19. April 2017 um 13:10; erstellt von Wagener, Franziska
letzte Änderung: 19.04.17 14:18