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Oythe erwartet Duell auf Augenhöhe

VfL Oythe vs. TV Gladbeck, 04.02.17, 2. BLNF
Moana Behrens im Duell gegen Emlichheims Ina Gosen und Jolanta Kelner.
Foto: Hubert Lammers

Offene Rechnungen gibt es viele im Laufe einer Saison. Im Grunde bietet jede Niederlage ausreichend  Anlass für Revanchegelüste. Beim Volleyball-Zweitligisten VfL Oythe ist das im Fall der Heimpartie am Samstag (17.00 Uhr) gegen den TV Gladbeck besonders ausgeprägt. Die Westdeutschen beendeten nämlich Ende Oktober mit einem 3:0 (25:23, 30:28, 25:16)-Erfolg die Oyther Startserie mit sechs Siegen am Stück und leiteten damit eine instabile Phase beim amtierenden Vizemeister ein. Das alles hat VfL-Trainerin Danuta Brinkmann noch im Kopf. Natürlich soll am Samstag in der Antonianumhalle alles anders laufen. Der jüngste 3:1-Erfolg gegen Union Emlichheim vor zwei Wochen gibt auch Anlass zur Hoffnung. Brinkmann: „Da sind wir als Mannschaft aufgetreten. Und das Hinspiel in Gladbeck – das wollen wir so nicht stehen lassen.“ Sie gibt aber zu bedenken, dass seinerzeit Paulina Brys und Anne Middelkamp gefehlt hätten. Auch jetzt fehlt eine Spielerin. Danuta Brinkmann und das Team müssen ab sofort auf die Dienste von Antonija Legcevic verzichten. Die 32-jährige Kroatin war erst kurz vor Saisonbeginn von Kula Gradacac aus Bosnien-Herzegowina verpflichtet worden. In dieser Woche bemühte sich die Außenangreiferin beim VfL erfolgreich um eine Freigabe, um sich ihrem Ex-Klub PSVBG Salzburg anzuschließen. Der österreichische Bundesligist hatte aufgrund von Personalproblemen vor den anstehenden Playoffs angeklopft. Legcevic hatte daraufhin um einen sofortigen Wechsel gebeten, zumal Salzburg ihr eine Option für eine weitere Saison angeboten hat. Das konnte und wollte der VfL angesichts der geplanten Teamverjüngung nicht. Schon am Mittwoch reiste Antonija Legcevic gen Süden und damit auch ein gutes Stück näher in Richtung Heimat. „Es war eine einvernehmliche und vernünftige Vertragsauflösung, es gab keinen Ärger“, sagte VfL-Volleyballobmann Matthias Schumacher. Danuta Brinkmann erklärte: „Antonija hat nicht so viele Spielanteile bekommen, wie sie vielleicht erwartet hatte. Die Option Salzburg ist sicher besser für sie.“ Legcevic möchte schon am Samstag im Punktspiel beim TSV Hartberg mitwirken. Fortan gibt es beim VfL Oythe also nur noch drei Außenangreiferinnen (Aleksandra Niemiec, Sandra Cabanska, Moana Behrens). Unabhängig von dieser Konstellation glaubt Matthias Schumacher für Samstag an ein „Duell auf Augenhöhe“. Der TV Gladbeck, im vergangenen Jahr Tabellenvierter und davor im Oyther Meisterjahr punktgleich „Vize“, hat aktuell als Tabellenachter einige Probleme. Von den letzten acht Spielen gewann die Mannschaft von Trainer Til Kittel (38) nur zwei. Beim 1:3 gegen Spitzenreiter DSHS Köln vor zwei Wochen hatte die Verletzungsmisere einen neuen Höhepunkt erreicht: Kittel verzeichnete sechs Ausfälle. Zeitweise standen sogar drei Libera auf dem Feld. „Wir warten ab, wer hier kommt“, sagt dazu Danuta Brinkmann. Im VfL-Lager stand noch ein kleines Fragezeichen hinter der vollen Belastbarkeit von Aleksandra Niemiec, die an einer Wadenzerrung aus dem Emlichheim-Spiel laboriert. Brinkmann hofft, dass die Punkte-Garantin schmerzfrei spielen kann. Bei Kimika Rozier, die wegen ihrer Schulterprobleme gerade in der MRT war, sind zurzeit nur Kurzeinsätze möglich. „Das macht sie aber sehr gut“, lobt Danuta Brinkmann.

 Von Andreas Hausfeld

veröffentlicht am Freitag, 3. Februar 2017 um 10:46; erstellt von VfL Oythe 1947 e.V.
letzte Änderung: 03.02.17 10:49

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