Macht der USC es nochmal richtig spannend?

Ladies in Black Aachen vs. USC Münster, 24.02.18, 1. BLF
Derzeit in bestechender Form: Münsters Youngster Lisa Alsmeier.
Foto: Stefan Gertheinrich

Am Mittwoch haben sich die Bundesliga-Volleyballerinnen des USC Münster nochmal eine Portion Rückenwind geholt, und den will das Ensemble von Trainer Teun Buijs nun am Samstag mit ins letzte Auswärtsspiel der Hauptrunde bei den Ladies in Black Aachen mitnehmen.
 
Bekamen die Unabhängigen schon trotz der satzgewinnlosen Niederlage gegen Meister Schweriner SC von allen Seiten eine vorzügliche Vorstellung attestiert, so stimmte drei Tage später am letzten Mittwoch im Auswärtsspiel beim VC Olympia Berlin nicht nur die Leistung, sondern obendrein auch das Ergebnis. Das 3:0 zeigte Buijs, „dass wir nach dem Pech der vergangenen Wochen nun wieder zu unserem Niveau zurückgefunden haben.“
 
Und so kann das Match gegen die Aachener, die nach Weihnachten in der Tabelle an Münster vorbeizogen und auch noch – 22 Stunden nach dem Match gegen den USC – gegen den VCO nachholen, durchaus nochmal spannend werden. Und zwar nicht nur für die Fans, für die auf beiden Seiten das West-Derby immer etwas Besonderes ist, sondern auch fürs Tabellenbild und damit die Positionen für die Playoff-Viertelfinalspiele. Klaut Münster in der Kaiserstadt drei Punkte, wird es nochmal um einiges enger bei der Jagd auf die Ränge vier und fünf, die dann ja im Viertelfinale die verhältnismäßig größte Chance zum Einzug ins Halbfinale bieten würden.
 
Vor dem Derby trennt die beiden NRW-Rivalen lediglich ein Zähler. So eng die beiden westdeutschen Teams aber auch im Klassement zusammenliegen, so trennen sie in der Kaderkonzeption Welten: Während der USC unter seinen 17 bislang eingesetzten Spielerinnen lediglich drei Ausländerinnen hat und immer wieder phasenweise nur deutsche Akteurinnen auf dem Court stehen, ist im Aachener Kader nur eine Deutsche zu finden. „Da es in der Bundesliga immer noch keine Reglementierung gibt, ist das völlig okay, das ist nichts worüber wir uns Gedanken machen“, so Buijs, der weiß: „Aachens Spielerinnen sind sehr gut, das ist ein heißer Kandidat auf den vierten Platz. Wenn wir da erfolgreich sein wollen, muss es am Samstagabend bei uns wirklich in allen Elementen stimmen.“ Die Ladies spielen mit viel Risiko, das aber erfolgreich. „Da wird es eben auch darum gehen, wie wir das Spiel und die Taktik des Gegners im Match lesen werden, und in wie weit wir fähig sind, unsere eigenen Stärken voll auszuspielen“, erklärt der USC-Cheftrainer.
 
Viel Freude hatte der 57-Jährige zuletzt an Youngster Lina Alsmeier, die in den vergangenen sieben Tagen zunächst gegen Meister Schwerin die Silbermedaille, und am Mittwochabend in Berlin die Goldmedaille der MVP, der wertvollsten Spielerin des Matches, zugesprochen bekam. „Lina hat im Moment einen Lauf“, freut sich Buijs mit seiner 17-jährigen Elevin, „wenn das auch weiter anhält, können wir sehr froh sein!“ Während Alsmeier topfit ist, steht ein Einsatz von Angreiferin Ivana Vanjak, Münsters bester Punktesammlerin dieser Saison, noch auf der Kippe. Nach ihrem Außenbandriss im Knöchel musste die 22-Jährige in Berlin erneut passen, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, nun in Aachen wieder mitmischen zu können, gestiegen. Ein Risiko werden aber die medizinische Abteilung des USC, der Trainer und die Akteurin selbst nicht eingehen. 

veröffentlicht am Freitag, 23. Februar 2018 um 12:58; erstellt von USC Münster e.V.
letzte Änderung: 23.02.18 11:53

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