USC will drei Punkte aus Berlin mitbringen

VCO Berlin vs. USC Münster, 21.02.18, 1. BLF
Wollen einen Dreier aus Berlin (v.l.) Hindriksen, Bathen, Lohuis.
Foto: Stefan Gertheinrich

Mit Siebenmeilenstiefeln ist der USC Münster derzeit im Schlussspurt der Bundesliga-Hauptrunde unterwegs: Am Sonntag noch gegen den Meister, am Mittwoch nun gegen den VCO Berlin, und am Samstag schließlich beim Westderby in Aachen.
 
Die sportlich gesehen leichteste Aufgabe müssen die Unabhängigen am Mittwoch in der Bundeshauptstadt lösen. Gastgeber sind die Youngsters vom VC Olympia. Die Meriten dort sind überschaubar, denn die DVV-Juniorinnen, die mit Sonderstatus im Bundesliga-Oberhaus spielen, haben noch keinen Punkt auf der Habenseite und in 17 Partien auch erst sieben Sätze für sich entschieden. Die Favoritenrolle liegt also klar beim USC. Gleichwohl birgt ein solches Match immer die Gefahr eines Ausrutschers, vor allem deshalb, weil sich die direkte Konkurrenz der Münsteranerinnen gegen Berlin bisher schadlos gehalten hat. Ergo haben die Westfälinnen am Mittwochabend wenig zu gewinnen, aber einiges zu verlieren im Kampf um die Playoffplätze.
 
„Wir fahren nach Berlin, um dort in jedem Fall drei Punkte zu holen“, macht USC-Coach Teun Buijs klar, und fügt an: „Wir nehmen das als weitere Etappe in unserem Entwicklungsprozess.“ Das gilt beispielsweise für Lina Alsmeier: Die erst 17-Jährige machte am letzten Sonntag gegen Meisterschafts-Mitfavorit Schwerin ein prächtiges Spiel. „Aber Lina muss jetzt auch gegen den VCO zeigen, was sie kann“, so Buijs. Schließlich ist auch Konstanz einem Entwicklungsprozess unterworfen.  
 
Personell zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Zuletzt gegen den SSC waren Ivana Vanjak (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Liza Kastrup (Infekt) zum Zuschauen verdammt. Kastrup ist am Mittwoch auf jeden Fall einsatzbereit, Vanjak dagegen ist zwar noch im engen Dialog mit Teamarzt Dr. Stephan Maurer und wird mit ziemlicher Sicherheit nicht in der Startsechs stehen, doch Buijs rechnet damit, die 22-Jährige bei Bedarf bringen zu können. „Wir werden sehen, wie belastbar Ivana am Mittwoch schon sein wird.“
 
Da diese beiden Kandidatinnen für die Diagonalposition in jedem Fall aber einen Trainingsrückstand haben, kann es gut möglich sein, dass hier die gelernte Mittelblockerin Jule Langgemach zum Einsatz kommt, die schon gegen Schwerin hier für Youngster Luisa Keller eingewechselt wurde und einen richtig guten Eindruck hinterließ. Für viele Fans vielleicht auf der Position überraschend, „aber Jule ist mit dem System vertraut, wir haben das mit ihr auch schon in der Saisonvorbereitung viel gespielt“, erklärt Buijs.
 
Wie auch immer die Startsechs der Westfälinnen in Berlin aussehen wird – das klare Ziel des USC ist es, drei Zähler aufs Konto zu wuchten. Damit würden die Münsteranerinnen in der Tabelle nach Punkten mit dem Liga-Sechsten RR Vilsbiburg gleichziehen, was vor dem Samstagsmatch in Aachen eine zusätzliche Motivationsspritze wäre.

 

veröffentlicht am Dienstag, 20. Februar 2018 um 11:01; erstellt von USC Münster e.V.
letzte Änderung: 20.02.18 11:00

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