Doppelspieltag für Erfurt

Schwarz-Weiß Erfurt vs. SSC Palmberg Schwerin, 03.02.18, 1. BLF
Am Wochenende sind Kampf und Einsatzwillen gefragt.
Foto: Sebastian Schmidt

Das kommende Wochenende hält für die Damen von Schwarz-Weiß Erfurt einen Doppelspieltag parat. Zunächst empfangen die Thüringer am Samstagabend, 18 Uhr, den amtierenden Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin in der Riethsporthalle, bevor es am Sonntag zum VC Olympia Berlin geht, wo es ebenfalls um 18 Uhr um drei wichtige Punkte für die .Kronseder-Damen geht.

Zweifelsohne, das Wochenende ist für die Erfurterinnen eine knifflige Sache. Am Samstag kommt der SSC Palmberg Schwerin in den Erfurter Norden und gerade vor den eigenen Anhängern sind die Gastgeberinnen stets besonders bestrebt, ihrem Heimpublikum eine bestmögliche Leistung zu präsentieren. Auch wenn man als klarer Außenseiter gegen die Nordlichter ins Rennen geht, wollen sich Evyn McCoy & Co. so teuer wie möglich verkaufen und keineswegs eine Klatsche kassieren. Andererseits dürfte auch das Sonntagsspiel bereits im Hinterkopf von Mannschaft und Trainerteam schwirren. Denn beim noch sieglosen Letzten, VCO Berlin, sind die SWE-Damen unter Erfolgszwang. Ein „Dreier“ muss her, will man sich der Chancen im Kampf um den Klassenerhalt nicht frühzeitig berauben. Ein schwieriger Spagat, wegen einer ungünstigen Ansetzung. „Als der Spielplan im Juni aufgestellt wurde, haben wir uns darauf eingelassen. Wegen des Sonderstatus‘ des VCO, ist wenig Spielraum für uns gewesen, eine andere, bessere Lösung zu finden“, erklärt Geschäftsführer Heiko Herzberg das Zustandekommen dieser alles andere als glücklichen Ansetzung.

Auch Erfurts Trainer ist alles andere als zufrieden mit der Konstellation am Wochenende, arrangiert sich aber mit der nicht zu ändernden Situation. „Wir werden am Samstag unser Bestes geben, weil wir uns ein Beine-Hoch-Nehmen vor unserem Publikum nicht leisten können. Das Spiel am Sonntag beginnt erst um 18 Uhr, da sollten meine Mädels wieder fit genug sein, um in Berlin zu gewinnen.“ Abgesehen von der Doppelbelastung, kommt für das SWE-Team erschwerend hinzu, dass es nicht mit voller Kapelle antreten kann. „Friederike Brabetz und Emily Thater fallen wegen Krankheit definitiv aus. Annalena Grätz ist auch noch nicht wieder fit nach ihrer Knieverletzung und kann maximal am Aufschlag und in der Annahme eingesetzt werden. Erika Mercado war unter der Woche krank, hier müssen wir noch abwarten, ob sie mitspielen kann“, zählt Jonas Kronseder seine Patientenliste auf. Doch gleich hinzufügend, zeigt er sich kämpferisch: „Da müssen alle anderen Spielerinnen enger zusammen rücken, ein paar Prozent mehr geben und die Punkte holen.“ Verinnerlichen die verbleibenden Spielerinnen die vorgegebene Einstellung ihres Trainers, so sollten die Chancen für den Klassenerhalt nach diesem Wochenende weiter intakt sein.

Beim Samstagspiel gegen den Deutschen Meister, zu dem letztmalig ein Topzuschlag auf die Eintrittskarten erhoben wird, gibt es in der 10-Minuten-Pause wieder eine professionelle Darbietung der Dance-Company vom Tanzhaus Erfurt. Die Tanzgruppe hofft ebenso wie die Erfurter Spielerinnen auf ein klatschfreudiges Publikum. (StS)

veröffentlicht am Samstag, 3. Februar 2018 um 10:17; erstellt von SWE Volley-Team e.V.
letzte Änderung: 03.02.18 10:17