Schwerin zitterte 2 Sätze lang vor Wölfen

SSC Palmberg Schwerin vs. VfB Suhl LOTTO Thüringen, 27.01.18, 1. BLF
Erneut Aktivposten im VfB-Abwehrriegel - MVP - Miloslava Lauerova gewohnt kämpferisch & spektakulär
Foto: Stephan Roßteuscher

Die kämpferische Vorstellung des VfB Suhl LOTTO Thüringen beim amtierenden Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin, blieb am Ende leider unbelohnt, doch beim 27:29 im ersten Satz und 24:26 im dritten Satz, wurde dem glücklicheren Gastgeber in der Palmberg-Arena alles abverlangt.

Somit machte Bundestrainer Felix (der "Glückliche") Koslowski seinem Namen alle Ehre und Schwerin kam mit zwei "blauen" Augen davon und gewann das Zitterspiel mit 3:0 Sätzen. Die nach dem Heimsieg gegen Vilsbiburg  mit Rückenwind gen Norden angereisten VfB-Damen, belohnten sich damit leider erneut nicht in den entscheidenden beiden Satzfinals.

Im ersten Satz führten die Südthüringerinnen nach couragierter Leistung, insbesondere durch eine starke Annahme und Feldabwehr, bereits mit 16:11 Punkten. Schwerin kämpfte sich mit seinen Nationalspielerinnen wieder heran, profitierte dabei auch von zwei nicht gepfiffenen technischen Fehlern im Zuspiel und hatte am Ende, nach den abgewehrten Satzbällen ebenso Glück am Aufschlag, als ausgerechnet der bis dato sehr starken VfB-Libera Miloslava Lauerova, in der ersten Annahme zwei gravierende Fehler unterliefen. Schade, aber ähnlich, wie bereits in Stuttgart, gingen die Suhlerinnen leider ohne möglichen Satzgewinn am Ende leer aus.

Im zweiten Satz schienen die VfB-Damen dem „verschenkten“ Satzgewinn emotional nachzutrauern und kamen zunächst überhaupt nicht richtig ins Spiel. Besonders im Angriff fehlte die zuvor gezeigte Durschlagskraft. Erst als der Gastgeber sicher enteilt war, hielt man wieder kämpferisch und spielerisch dagegen und konnte den Satz mit 17:25 noch einigermaßen erträglich gestalten.

Der dritte Satz schien dann beim 2:8 gegen den VfB endgültig gelaufen, doch beim 11:11 war Suhl wieder auf „Netzkantenhöhe“ und ging wenig später sogar in Führung. Krista de Geest im Block und Alex Malloy sowie Katarzyna Bryda sorgten mit gelungenen Angriffen exemplarisch für die erfolgreiche Aufholjagd, die mit einer Dreipunkteführung zum Satzfinale gekrönt wurde. Doch wie im ersten Satz fehlte das verdiente Quentchen Glück, der Tabellendritte Schwerin konnte seine Chancen, meist nach langen Ballwechseln, besser nutzen und zitterte sich nach 22:24-Rückstand noch zum 26:24-Satz- und damit 3:0-Matchgewinn.

Somit konnten die Zarczynski-Schützlinge, dem zuletzt immer wieder mal etwas schwächelnden Meister, leider nicht die erhofften Satzverluste zufügen und die Punktehoffnungen zerschmolzen, wie derzeit der Schnee im Thüringer Wald. Libera Miloslava Lauerova wurde auf Suhler Seite als MVP geehrt, Denise Hanke beim Gastgeber Schwerin.

Für den VfB Suhl LOTTO Thüringen gilt nun, die positiven Momente mit ins nächste Heimspiel, dem Heimspielkracher gegen Aachen am kommenden Samstag in der Meininger Multihalle, mitzunehmen - neues Spiel ... neues Glück! 

veröffentlicht am Samstag, 27. Januar 2018 um 23:09; erstellt von UG, VfB 91 Suhl e.V.
letzte Änderung: 28.01.18 21:18

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