USC beim VCW: Tabellennachbarn unter sich

VC Wiesbaden vs. USC Münster, 27.01.18, 1. BLF
USC-Kapitänin Hindriksen, Bathen und Lohuis (v.l.) müssen sich gegen Wiesbaden richtig reinhängen.
Foto: Stefan Gertheinrich

Dreizehn Spiele haben der USC Münster und der VC Wiesbaden in der Saison 2017/18 jeweils absolviert, die Satzdifferenz der beiden Kontrahenten ist identisch, und auch nur ein einziger Zähler trennt den Vierten aus Westfalen vom Fünften aus der hessischen Landeshauptstadt.
 
Am Samstagabend nun kommt es zum direkten Kräftemessen zwischen Gastgeber Wiesbaden und Münster, um 19 Uhr rauscht in der Halle am Platz der Deutschen Einheit der erste Ball übers Netz. Dann ist das Duell um die – zumindest momentane – Pole Position in der Tabelle hinter dem Spitzentrio aus Dresden, Stuttgart und Schwerin eröffnet. „Und bei diesem Kampf um Platz vier ist auch noch Aachen mit dabei, die natürlich hoffen, dass es zwischen uns und Wiesbaden ein Fünf-Satz-Spiel gibt“, weit USC-Coach Teun Buijs auch noch auf den Sechsten aus der Kaiserstadt hin, der mit zwei Punkten Rückstand auf den USC und einem auf Wiesbaden spielfrei aus der Ferne zuschaut und auf eine Punkteteilung in Hessen spekuliert.
 
Das macht die Partie natürlich für alle Zuschauer spannend. Für Buijs wird es zusätzlich noch „interessant, wer in diesem Duell die besseren Nerven hat.“ Denn die werden nach Buijs‘ Ermessen am Samstag auch eine wichtige Rolle spielen. Wobei für den Niederländer eines klar ist: „Wir haben Verletzungspech und Wiesbaden hat den Heimvorteil mit einem sehr guten Publikum im Rücken. Das sind zwei Dinge, die im Vorfeld für den VCW und gegen uns sprechen.“ Die Verletzungssorgen bereitet den Westfälinnen – nach den Saisonausfällen von Ivana Bulajic und Lena Vedder – im Augenblick Libera Lisa Thomsen, die schon letzten Sonntag beim 3:0-Sieg gegen den SC Potsdam mit einer Verletzung im Bänderapparat am rechten Sprunggelenk passen musste. „Ob Lisa spielen kann, werden wir am Freitag nach dem Abschlusstraining gemeinsam entscheiden“, erklärt Buijs. Die Chance auf einen Einsatz besteht zumindest, falls die ehemalige Nationallibera ausfallen würde, stünde dem Coach mit Linda Dörendahl aus der USC-Reserve eine weitere Abwehrspezialisten mit DVV-Vergangenheit als Alternative parat.
 
Ansonsten sind die USC-Volleyballerinnen fit: Juliet Lohuis ist schon seit Dienstag nach überstandener Grippe wieder voll dabei. Roosa Laakkonen, die im Match gegen den SCP am Sonntag einen Ball auf den Finger kam und von Buijs ab Mitte des dritten Sets geschont wurde, war ebenfalls unter der Woche uneingeschränkt einsetzbar. Und da Jule Langgemach als dritte Blockerin im Bunde gegen Potsdam einen starken Eindruck hinterließ, hat Buijs nun auf dieser Position die Qual der Wahl. „Jule hat wirklich sehr gut abgeliefert gegen den SCP, hat viele Punkte gemacht, auch im Block. Sie entwickelt sich zu einer Universalspielerin“, lobt der 57-Jährige die gebürtige Dresdnerin – und freut sich, weil ihm das natürlich taktische Optionen liefert.
 
Die Taktik, das sieht Buijs im Übrigen neben dem Nervenkostüm, als den zweiten entscheidenden Faktor am Samstag. Buijs: „Um gegen Wiesbaden bestehen zu können müssen wir einen richtig guten Tag erwischen, ein richtig gutes Spiel machen. Und uns auf unser eigenes Spiel konzentrieren. Das heißt auch: Hohe Disziplin bei der Befolgung der taktischen Vorgaben!“ Dass das Team das drauf hat, hat das Hinspiel gezeigt, als die Münsteranerinnen nach vier Sätzen auf des Messers Schneide mit einem 3:1-Sieg vom Feld gingen.

veröffentlicht am Freitag, 26. Januar 2018 um 13:26; erstellt von USC Münster e.V.
letzte Änderung: 26.01.18 09:38

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